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Landkreis Tuttlingen erhält 2,52 Millionen Euro Förderung für Projekt »Pflegemanager vor Ort«

Gute Neuigkeiten für den Landkreis Tuttlingen: Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg hat den Förderantrag des Landkreises im Rahmen des Programms „Ortsnahe Pflege Baden-Württemberg“ bewilligt. Für das Projekt „Pflegemanager vor Ort“ erhält der Landkreis eine Förderung in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Mit dem Projekt zählt der Landkreis zu sechs ausgewählten Modellstandorten in Baden-Württemberg.

Pflegende Angehörige - Junge Frau betreut Senior

Mit dem Förderprogramm unterstützen das Land Baden-Württemberg und die Pflegeversicherung innovative Konzepte, die es pflegebedürftigen Menschen ermöglichen sollen, möglichst lange selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung zu leben. Insgesamt stehen bis Ende 2029 bis zu 31 Millionen Euro für zukunftsweisende Pflegeprojekte zur Verfügung. Die ausgewählten Modellvorhaben werden wissenschaftlich begleitet und sollen Impulse für die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung im ganzen Land liefern.

Ziel des Projekts „Pflegemanager vor Ort“ ist es, das auf dem Heuberg bereits erfolgreich etablierte Projekt „Community Health Nurse“ – auch als Gemeinde- oder Dorfschwester bekannt – weiterzuentwickeln und auf weitere Gemeinden des Landkreises auszuweiten. Federführend entwickelt wurde das Konzept von der Fachstelle für Pflege und Selbsthilfe des Landratsamts Tuttlingen unter Leitung von Marianne Thoma.

„Pflege findet vor Ort statt. Deshalb brauchen wir wohnortnahe, niedrigschwellige Unterstützungsangebote, die älteren Menschen ein möglichst langes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen“, betont Landrat Stefan Bär.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren, von Sommer 2026 bis Ende 2029, vollständig durch das Land Baden-Württemberg und die Pflegekassen finanziert. Für den Landkreis entstehen keine eigenen Kosten. Die Förderung umfasst die Finanzierung von fünf Gemeindeschwestern (vier Vollzeitäquivalente), einer Koordinierungsstelle beim Landratsamt sowie einer externen Koordinierungsstelle. Darüber hinaus wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Die Gemeindeschwestern sollen künftig bei Kommunen, Verwaltungsverbänden oder Nachbarschaftshilfevereinen angestellt werden. Hierzu sind zeitnah Workshops geplant.

Das Projekt ergänzt die seniorenpolitische Rahmenkonzeption des Landkreises und soll einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der pflegerischen Versorgung leisten, insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Hausärztemangels und einer älter werdenden Bevölkerung.