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Bessere Biomüllqualität in Großraumwohnanlagen

Mit der zum 1. Mai 2023 in Kraft getretenen Novelle der Bioabfallverordnung, die im Jahr 2025 nochmals angepasst wurde, verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, den Anteil an Störstoffen im Biomüll deutlich zu reduzieren. Insbesondere Kunststoffe und andere Fremdstoffe sollen künftig weitgehend aus Bioabfällen ferngehalten werden. Der gesetzlich zulässige Störstoffanteil liegt bei maximal drei Prozent.

Symbolbild für Biomüll

Eine im Jahr 2025 durch den Landkreis Tuttlingen durchgeführte Biomüllanalyse zeigte, dass insbesondere in Großraumwohnanlagen Verbesserungsbedarf bei der Biomüllqualität besteht. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Landratsamt Tuttlingen, Bereich Abfallwirtschaft und Deponien, gemeinsam mit der Baugenossenschaft Donau-Baar-Heuberg eine Informationsveranstaltung in der Wohnanlage Seitinger Straße 27 und 31 sowie Silcherstraße 20 in Wurmlingen. Unterstützt wurde die Aktion von Bürgermeister Klaus Schellenberg, Ralf Fahrländer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Donau-Baar-Heuberg, sowie den Betreuern Bettina Berger und Patrick Teufel.

Bei der Veranstaltung klärte das Abfallwirtschaft an mehreren Informationsständen über die richtige Trennung von Bioabfällen. In persönlichen Gesprächen erhielten die Besucherinnen und Besucher praktische Tipps zur korrekten Mülltrennung und konnten ihre Fragen direkt an die Fachleute richten. Das Interesse an der Veranstaltung und die Resonanz der Anwohnerinnen und Anwohner waren erfreulich. Als kleine Aufmerksamkeit wurden Biomüll-Vorsortierer sowie passende Biomülltüten ausgegeben.

Ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm sorgte dafür, dass das Thema Biomülltrennung sowohl für Erwachsene als auch für Kinder anschaulich und mit Freude vermittelt wurde. Bei einem Stationenspiel konnten Kinder und Jugendliche Müll richtig sortieren, sich als Mitarbeitende eines Wertstoffhofs verkleiden, einen Parcours absolvieren und bei einem Rätsel ihr Wissen darüber testen, welche Abfälle tatsächlich in die Biotonne gehören.

Ein besonderer Dank gilt der Jugendfeuerwehr Wurmlingen, die mit großem Engagement für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgte und so zum Gelingen der Veranstaltung beitrug.

Die Informationsveranstaltung ist als Pilotprojekt Teil der Bemühungen des Landkreises, die Biomüllqualität in Großraumwohnanlagen nachhaltig zu verbessern. Aufgrund der positiven Resonanz soll das Konzept künftig auf weitere Wohnanlagen im Landkreis ausgeweitet werden.