Feuerwehren im Landkreis Tuttlingen führen digitalen Einsatzstellenfunk ein
Alle Feuerwehren im Landkreis Tuttlingen haben zeitgleich an Silvester auf das neue, digitale Einsatzstellenfunksystem umgestellt. Damit wurde ein bedeutender Meilenstein in der Weiterentwicklung der Einsatzkommunikation erreicht. Mit der Einführung des digitalen Einsatzstellenfunks investieren Städte, Gemeinden und Landkreis gezielt in eine moderne und leistungsfähige Ausstattung der Feuerwehren und stärken damit nachhaltig den Bevölkerungsschutz. Von der verbesserten Verständigung profitieren sowohl die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch der Schutz der Bevölkerung.
Das neue System ersetzt die bisherige Funktechnik aus den 1980er-Jahren und ermöglicht eine zuverlässige, störungsarme Kommunikation – auch innerhalb von Gebäuden. Erstmals verfügen die Feuerwehren damit über ein durchgängig digitales Einsatz-Kommunikationssystem von der Alarmierung über den Fahrzeugfunk bis hin zur Einsatzstelle.
Ein besonderer Vorteil liegt in der einheitlichen technischen Ausstattung aller Feuerwehren in sämtlichen Städten und Gemeinden des Landkreises. Durch diese Standardisierung sowie die technisch gleichartige Ausstattung mit Rettungsdiensten und Polizei ergeben sich erhebliche Vorteile gerade bei organisationsübergreifenden Einsatzlagen.
Der erfolgreichen Einführung ging eine rund 18-monatige Planungs- und Vorbereitungsphase voraus. Insgesamt wurden mehr als 800 digitale Funkgeräte beschafft und in Betrieb genommen Die Investitionskosten von rund 900.000 Euro trugen Städte, Gemeinden und der Landkreis gemeinsam, unterstützt durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg in Höhe von rund 169.000 Euro.
Kreisbrandmeister Andreas Narr zeigt sich mit dem Ablauf sehr zufrieden: „Dass alle Feuerwehren im Landkreis gemeinsam zum gleichen Zeitpunkt umgestellt haben, bietet viele Vorteile für die Zusammenarbeit im Einsatz und verhindert Kommunikationslücken. Wir sind für diese Geschlossenheit sehr dankbar. Die Feuerwehren machen jetzt technisch wie taktisch einen großen Schritt nach vorne. Sowohl im Einsatzalltag als auch insbesondere bei herausragenden Großeinsätzen verbessert das neue System die Führungs- und Koordinationsmöglichkeiten der Einsatzkräfte deutlich.“