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Ausstellung zum Bauernkrieg im Foyer des Landratsamtes vom 28. Juli bis 12. September 2025

Das Jahr 1525: Bauern protestierten gegen Leibeigenschaft, Unterdrückung und Unfreiheit. Sie forderten Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Aufhebung von Abgaben und Diensten. Es kam zu Aufruhr gegen Adel und Klerus und zu einer noch nie dagewesenen Massenbewegung. Die aufständischen Bauern formulierten ihre Forderungen in den „Zwölf Artikeln“. Der Buchdruck ermöglichte die rasche Verbreitung solcher Flugschriften mit den Forderungen der Bauern und ihrer Kritik an der Obrigkeit. Die Ideen der Reformation befeuerten und inspirierten die bäuerliche Aufstandsbewegung. Der Bauernkrieg im Jahre 1525 erfasste große Teile des deutschen Sprachraums und nahezu das gesamte südwestdeutsche Gebiet.

Im Rahmen dieser „Revolution des gemeinen Mannes“ erhoben sich auch Bauern im Gebiet des heutigen Landkreises Tuttlingen gegen ihre Herren, so aus Dörfern der Herrschaften Enzberg und Werenwag.

Eine Ausstellung im Landratsamt Tuttlingen vermittelt mit Dokumenten und Infotafeln einen Eindruck davon, wie die Bauern vor 500 Jahren in den damaligen Territorien des heutigen Landkreises Tuttlingen am Aufstand teilnahmen. Die Ausstellung dokumentiert zudem die vielfältigen herrschaftlichen Abhängigkeiten und die daraus resultierenden Abgaben und Dienste der ländlichen Bevölkerung unserer Region vor 500 Jahren.

Vom 28. Juli bis 12. September 2025 kann die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden. Am Donnerstag, 7. August 2025, bietet das Kreisarchiv- und Kulturamt um 17.00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung an. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung unter Tel. 07461 926-3101 wird gebeten.