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Telemedizin: Modellprojekt „docdirect“

Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen aus dem Landkreis Tuttlingen können sich seit dem 16. April 2018 telemedizinisch beraten und behandeln lassen. Mit „docdirekt“ hat die KVBW als erste Kassenärztliche Vereinigung in Deutschland ein Telemedizinprojekt in den Modellregionen Landkreis Tuttlingen und Stuttgart gestartet, das inzwischen auf das gesamte Bundesland ausgeweitet wurde.

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Bei docdirekt können sich Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen melden, die akut erkrankt sind und ihren behandelnden Haus- oder Facharzt nicht erreichen. Der Service steht Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr zur Verfügung. Der Patient kann per App, online oder telefonisch unter der Rufnummer 0711 965 897 00 Kontakt mit dem docdirekt-Center der KVBW aufnehmen. Eine speziell geschulte Medizinische Fachangestellte erfasst Personalien, Krankheitssymptome und klärt die Dringlichkeit.

Handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall, wird der Anruf an die Rettungsleitstelle weitergeleitet. Ist es kein Notfall, erstellt die MFA ein „Ticket“, das ein Tele-Arzt online über eine web-basierte Plattform aufrufen kann. Der Tele-Arzt ruft zurück, spricht mit dem Patienten über seine Beschwerden und gibt eine Empfehlung für die Behandlung. Im Idealfall kann der Tele-Arzt den Patienten abschließend telemedizinisch beraten. Ist eine tag-gleiche persönliche Vorstellung des Patienten bei einem Arzt notwendig, wird der Patient an eine dienstbereite Haus- oder Facharztpraxis (PEP-Praxis) weitergeleitet.

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Im Landkreis Tuttlingen haben sich 13 PEP-Praxen zur Verfügung gestellt. Es sind sowohl Haus- als auch Fachärzte dabei vertreten (Hausärzte, Kardiologe, Neurologe, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Gynäkologen, Fachärzte für Orthopädie/Chirurgie).

Mit diesem Projekt will die KVBW erproben, ob ein telemedizinischer Kontakt zwischen Arzt und Patient die ärztliche Versorgung ergänzen und teilweise den Praxisbesuch ersetzen kann. Das Projekt soll zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung beitragen. Ferner zielt das Projekt darauf ab, die Effektivität und Qualität der telemedizinischen Beratung und Behandlung im Vergleich zur präsenzgestützten Versorgung nachzuweisen, die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten, einen schnellen und niedrigschwelligen Zugang zur ärztlichen Akutbehandlung zu gewährleisten, niedergelassene Vertragsärzte zu entlasten (insbesondere durch eine Verringerung der „einfachen“ medizinischen Fälle), die Attraktivität des Arztberufes durch Einsatz digitaler Technologien zu erhöhen und Wegstrecken sowie Wartezeiten für Patienten zu vermeiden.

Weitere Informationen: www.docdirekt.de