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Pressemitteilungen
11.06.2021

Zahlen im Landkreis Tuttlingen im Landesvergleich nach wie vor hoch // Lockerungen gemäß des Öffnungsschrittes II rücken in greifbare Nähe // Digitaler Impfpass ab Montag erhältlich

Trotz einem deutlichen Rückgang der Zahlen bleibt die Inzidenz im Landesvergleich weiterhin hoch.  Noch immer gehört der Landkreis, neben den Landkreisen Rottweil (54), Pforzheim (52) und Biberach (50) zu den Spitzenreitern im Land Baden-Württemberg. „Wir brauchen offensichtlich noch etwas Zeit, bis auch im Landkreis Tuttlingen wieder die Aktivitäten möglich sind, die in anderen Landkreisen schon seit Längerem wieder erlaubt sind“ so Landrat Stefan Bär. „Auch wenn die Dritte Welle vorbei ist ist der Virus nach wie vor im Kreis verbreitet. Grund genug, um weiterhin sorgsam und achtsam zu bleiben.“

Die Fallzahlen im Landkreis Tuttlingen liegen heute, am Freitag, dem 11. Juni 2021 mit 10 Neuinfizierten bei einer Inzidenz von 57 und damit weiterhin über dem Schwellenwert von 50. Das Ausbruchsgeschehen ist weiterhin diffus auf mehrere Gemeinden verteilt. In dieser Woche waren besonders einige Familien betroffen, die dann gleich mit mehrerer Fällen zu Buche schlagen. Die Situation im Klinikum Tuttlingen hat sich indes weiter positiv stabilisiert, die Zahlen der Covid19-Patient*innen sind stark rückläufig. Von insgesamt 4 Covid-Patient*innen werden lediglich noch zwei Personen auf der Intensivstation beatmet. In den Reha- und Pflegeeinrichtungen gelingt es bereits über mehrere Wochen, die Rate der Corona-Neuinfektionen auf sehr niedrigem Niveau zu halten. Bewohner*innen sind überhaupt nicht mehr infiziert und auch Todesfälle sind keine mehr zu verzeichnen. Lediglich innerhalb der Belegschaft gibt es Neuinfektionen auf sehr niedrigem Niveau (aktuell sind 7 Mitarbeiter*innen infiziert).

Unterschreiten der 50er Inzidenz nicht im ersten Anlauf gelungen

Die Unterschreitung der 50er-Marke ist in einem ersten Anlauf nicht geglückt, bedauert Bär. Dennoch können sich Bürger*innen des Landkreis Tuttlingen in der nächsten Woche über weitere Öffnungsschritte freuen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir spätestens am 17. Juni die Unterschreitung der 100er Marke 14 Tage in Folge verkünden können“, so der Landrat. Das bedeutet, dass am 18. Juni weitere Erleichterungen in Kraft treten. Besonders hervorzuheben ist, dass unter Einhaltung von Testungen und Hygienekonzepten Kultureinrichtungen, Kinos und Sportstätten wieder öffnen dürfen. Die Gastronomie darf ebenfalls zwischen 6 Uhr und 22 Uhr öffnen, statt wie bisher bis 21 Uhr. Des Weiteren dürfen wieder Musikproben stattfinden und Kurse in Bildungseinrichtungen, wie beispielsweise der VHS, angeboten werden. Alle Informationen zu den jeweiligen Öffnungsschritten finden Sie auf unserer Internetseite.

Impf-Fortschritt unterstützt Öffnungen

Auch die kontinuierlichen Impffortschritte tragen dazu bei, dass sich die Corona-Situation langsam aber stetig verbessert. Insgesamt verzeichnet das KIZ bis heute 90.036 Erst- und Zweitimpfungen. Hinzu kommen noch rund 25.000 Impfungen aus insgesamt 71 Arztpraxen im Kreis. Über die seit dieser Woche möglichen betrieblichen Impfungen sind leider derzeit keine aktuellen Daten bekannt.

Impfstoff, egal von welchem Hersteller, wird auch die nächsten beiden Wochen weiterhin Mangelware sein, weshalb vor allem kaum noch Termine für Erstimpfungen vergeben werden können. Bernhard Flad, Mitglied des KIZ-Leitungsteams hat schon mehrfach dazu Stellung bezogen und bedauert die Situation: „Die Impfdosen, die wir erhalten, benötigen wir fast ausschließlich für die Zweitimpfungen. Wir können daher kaum Termine für Erstimpfungen freigeben.“ Eine positive Botschaft verkündete das Sozialministerium heute aber doch: schon ab Montag, dem 14. Juni 2021 soll die Ausgabe des digitalen Impfpasses erfolgen, ferner die technischen Voraussetzungen gegeben sein. 

Digitaler Impfpass ab Montag im KIZ erhältlich

Ab Montag erhalten Bürger*innen bei abgeschlossener Impfung einen digitalen Impfausweis. Personen, die sich im Kreisimpfzentrum impfen lassen, erhalten dort einen digitalen Impfnachweis. Kernstück dieses Impfnachweises ist ein QR-Code, den man dann auf einer App, z.B. der Corona-Warn App oder der CovPass App einscannen kann. So kann dieser digitale Impfnachweis jederzeit auf dem Smartphone mitgeführt werden. Personen, die bereits durchgeimpft sind, also die Erst- und Zweitimpfung schon vor längerer Zeit bekommen haben, können ihren digitalen Impfnachweis nicht im Kreisimpfzentrum abholen, sondern erhalten unaufgefordert den digitalen Impfnachweis per Brief durch das Sozialministerium. Aufgrund der hohen Anzahl bereits Geimpfter, kann dies allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Wer nicht so lange warten möchte kann seinen digitalen Impfnachweis in einer Apotheke erstellen lassen. Auch die Hausärzte sollen hier eingebunden werden, dies dürfte laut Ministerium jedoch noch bis Mitte Juli andauern. Das Sozialministerium wird zudem die Möglichkeit anbieten, den digitalen Impfnachweis über eine Onlineplattform anzufordern. Näheres hierzu wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben.