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Pressemitteilungen
03.01.2020

Wohngeldreform ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten: Rund 200 zusätzliche Haushalte könnten im Landkreis einen Erstantrag auf Wohngeld stellen

Ab dem 1. Januar 2020 gibt es mehr finanzielle Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen. Durch die Erhöhung des Zuschusses zu den Wohnkosten für Bürgerinnen und Bürger werden einkommensschwache Haushalte entlastet.
In den vergangenen Jahren sind die Wohnkosten und Verbraucherpreise insbesondere in den Ballungsräumen von Baden-Württemberg deutlich gestiegen. Die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes hat dadurch mit der Zeit abgenommen. Der Deutsche Bundestag und der Bundesrat haben mit ihrer Entscheidung, das Wohngeld ab 1. Januar 2020 zu erhöhen, das Wohngeld wieder gestärkt und somit den Anstieg der Wohnkosten und Verbraucherpreise seit der letzten Reform aus dem Jahr 2016 ausgeglichen.

Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt, der bisher schon Wohngeld bekommen hat, wird künftig statt 145 EUR rund 190 EUR monatlich erhalten. Dies entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent.

Gleichzeitig wird die Reichweite des Wohngeldes erhöht und der Kreis der Berechtigten erweitert. Vor allem Familien und Rentner mit geringen Einkommen werden hiervon profitieren.

Neben der Anpassung der Wohngeldhöhe werden auch die Miethöchstbeträge angehoben und eine neue Mietenstufe VII für Haushalte in Kommunen mit besonders hohem Mietniveau eingeführt.

Schließlich unterliegt das Wohngeld künftig einer Dynamisierung. Hierdurch wird es automatisch, also ohne Erfordernis einer gesetzlichen Änderung, alle zwei Jahre an die eingetretene Entwicklung der Mietpreise und der allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst. Die Fortschreibung stellt sicher, dass die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes als sozialpolitisches Instrument der Wohnungspolitik erhalten bleibt.

Das Wohngeld wird als Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer geleistet. Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und Miete bzw. Belastung. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau ermutigt Menschen mit geringerem Einkommen ausdrücklich, bei ihren zuständigen Wohngeldbehörden einen eventuellen Wohngeldanspruch prüfen zu lassen. Zuständig dafür sind, je nach Wohnort, die Großen Kreisstädte oder die Landratsämter. Für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Tuttlingen und der zugehörigen Stadtteile ist das Rathaus Tuttlingen zuständig. Für die Bearbeitung von Anträgen aller übriger Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises ist das Landratsamt Tuttlingen zuständig. Die Antragstellung erfolgt wie bisher über die Rathäuser der Gemeinden des Landkreises.

Weitere Informationen zur Antragsstellung erhalten Sie außerdem unter der Nummer 07461 9264033.