Direkt zu:
Pressemitteilungen
28.11.2022

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 2022

Seit 1988 ist der erste Dezember der Solidarität mit HIV-positiven Menschen und dem Gedenken an die an AIDS Verstorbenen gewidmet. Die wichtigsten Ziele sind ein diskriminierungsfreier Umgang und Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Menschen weltweit.

Die medizinischen Fortschritte auf diesem Gebiet sind herausragend, sodass heute unter ständiger Therapie die Viruslast bis unter die Nachweisgrenze gesenkt werden kann. Das bedeutet, dass unter Therapie:

  • nach einer Infektion mit dem HI-Virus die Krankheit AIDS verhindert werden kann.
  • das HI-Virus nicht weitergegeben werden kann
  • dass HIV-positive Menschen eine durchschnittliche Lebenserwartung haben
  • dass HIV-Positive keine Einschränkungen in der Wahl ihrer Berufe, Hobbies, Familienplanung, kurzum ihres Lebensentwurfes hinnehmen müssen.

Doch im Unterschied zu anderen gut behandelbaren chronischen Erkrankungen haben HIV-positive Menschen mit einem anderen Problem zu kämpfen. Sie werden in den unterschiedlichsten Lebensbereichen diskriminiert und ausgegrenzt, denn die Angst sitzt tief und damit leider auch die Vorurteile. So gaben in der Studie „Positive Stimmen“ im Jahr 2020 90% der Befragten an, gut mit ihrer HIV Infektion leben zu können, aber 95% gaben an, wegen ihrer HIV-Infektion diskriminiert zu werden. So steht auch in diesem Jahr der Welt-AIDS-Tag unter dem Motto: „Leben mit HIV. Anders als du denkst“. In der gemeinsam von der Deutschen AIDS Hilfe, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen AIDS Stiftung gestarteten Kampagne ergreifen HIV-Positive hier selbst das Wort und geben Einblick in ihren Alltag:
https://www.welt-aids-tag.de/ 

Voraussetzung für einen frühzeitigen Therapiebeginn ist das Wissen, dass man sich infiziert hat. Denn nicht jede Infektion macht Symptome, die dann auch im richtigen Zusammenhang gedeutet werden. Daher bieten die Gesundheitsämter und AIDS-Hilfestellen anonyme, kostenlose und vertrauliche Beratungen und Tests an. Zum Beispiel im Gesundheitsamt Tuttlingen.

Terminvereinbarung bei:
Inge Jahn
Tel.: 07461- 926 4212
Mail: i.jahn@landkreis-tuttlingen.de