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Pressemitteilungen
30.05.2018

Von der Förderung blumenbunter Wiesen bis zum Schutz der Heidelerche

Am 15. Mai trafen sich die Mitglieder des Landschaftserhaltungsverbands Landkreis Tuttlingen e. V. zur jährlichen Mitgliederversammlung.

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Landrat Bär, begrüßte die Mitglieder und übergab das Wort an den Geschäftsführer des Vereins, Thomas Stehle. Herr Stehle berichtete von den Aktivitäten des Vereins im Jahr 2017 und stellte den etwa 30-seitigen Jahresbericht vor.

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blumenbunte Wiese

Hauptaufgabe des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) ist die Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft im Kreis in enger Absprache mit allen beteiligten Gruppen. So ist der Vorstand des LEV auch drittelparitätisch mit Vertretern der Kommunen, der Landwirtschaft und des Naturschutzes besetzt, um mehr miteinander, statt übereinander zu reden. Der Landschaftserhaltungsverband organisiert die Pflege schutzwürdiger Flächen im Kreis und arbeitet beispielsweise Pflegeverträge mit Landwirten aus. Finanziert werden die Maßnahmen überwiegend über die Landschaftspflegerichtlinie des Landes mit Mitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg.

2017 konnte der LEV Tuttlingen auf über 50 ha Fläche fünfjährige Pflegeverträge abschließen und in etlichen Fällen einmalige Pflegemaßnahmen zum Arten- und Biotopschutz durchführen lassen. Man konnte berichten, dass seit der Gründung des LEVs 2013 die Summe der in den Kreis fließenden Gelder jährlich gesteigert werden konnte. Im Rahmen eines Projektes begann man mit der Begehung und Beurteilung von potentiell beweidbaren Flächen im Landkreis, überwiegend von Magerrasen und Wacholderheiden, die das Landschaftsbild des Kreises entscheidend prägen, um ihren langfristigen Erhalt dauerhaft sicherzustellen. Der LEV unterstützte außerdem ein Projekt des Regierungspräsidiums Freiburg zur Gewinnung von gebietsheimischem Saatgut artenreicher Wiesen.

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Natur- und Kulturlandschaft: Im Kreis Tuttlingen prägen Magerrasen, Wacholderheiden und blumenbunte Wiesen das Landschaftsbild. Der Landschaftserhaltungsverband organisiert ihre Pflege über Landschaftspflegeverträge.

Schatzmeister Andreas Zuhl konnte ebenfalls Erfreuliches berichten. Die Kassenprüfung durch das Rechnungsprüfungsamt fiel positiv aus. Weiterhin wurde so sparsam gewirtschaftet, dass ein Überschuss den Vereinsrücklagen zugeführt werden konnte.

Anschließend stellte die Stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins, Frau Kewes, das Arbeitsprogramm 2018 vor. Kernthema bliebe natürlich die Umsetzung der Landschaftspflege. Die Arbeit an den begonnen Projekten soll fortgeführt und die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert werden. Beratung von Landwirten und weiteren Interessierten zu einem breiten Themenfeld rund um Erhalt und Entwicklung der Kulturlandschaft mit geschützten Lebensräumen und geschützten Tier- und Pflanzenarten ist ebenfalls ein wichtiges Tätigkeitsfeld des LEV.

Es folgte eine rege Diskussion der Mitglieder zu Themen wie der Abgrenzung landwirtschaftlicher Bruttoflächen und zur Problempflanze Herbstzeitlose.

Der Vorstand wurde von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Vorstandsvorsitzender Landrat Bär bedankte sich herzlich bei der Geschäftsstelle, den Fachbeiräten und Vorständen für ihre Arbeit und auch bei allen Mitgliedern für ihre Unterstützung des Vereins.

Landwirte, Vereine und Private, die Interesse an der Umsetzung von Landschaftspflegemaßnahmen und einer entsprechenden Förderung haben, können sich gerne beim Landschaftserhaltungsverband melden. Einzige Grundvoraussetzung für eine Förderung nach der Landschaftspflegerichtlinie ist, dass die betroffene Fläche einen Schutzstatus aufweist (z. B. FFH- oder Vogelschutzgebiet, Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebiet, Naturdenkmal oder geschütztes Biotop). Kontakt: Herr Stehle und Frau Kewes, 07461/926-9155, info@lev-tut.de, www.lev-tut.de. Die Geschäftsstelle ist im Landratsamt Tuttlingen in der Bahnhofstraße 100 untergebracht.