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Pressemitteilungen
04.05.2018

Landkreis Tuttlingen gewinnt beim Wettbewerb »Digitale Zukunftskommune@bw«

Im Verbund mit den Landkreisen Karlsruhe, Biberach, Böblingen und Konstanz wurde der Landkreis Tuttlingen beim Wettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration ausgezeichnet. Die fünf Landkreise erhalten vom Land rund 880.000 Euro zur Umsetzung ihrer Digitalprojekte.

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Preisverleihung Digitale Zukunftskommune BW

Der Verbund der Landkreise überwindet das Inseldenken und will die Digitalisierung in Zukunft mit vereinten Kräften vorantreiben. Jeder Landkreis wird einen unterschiedlichen Baustein auf dem Weg ins digitale Zeitalter ganz gezielt voranbringen - der Landkreis Biberach die E-Akte, der Landkreis Konstanz die digitale KFZ-Zulassung, der Landkreis Karlsruhe interaktive und digitale Lerntische an Schulen, der Landkreis Böblingen intelligente Mobilität und der Landkreis Tuttlingen die Telemedizin. Damit gehen die fünf Landkreise die Digitalisierung teamorientiert in unterschiedlichen Lebensbereichen der Bürgerinnen und Bürger an. Am Ende sollen aber alle davon profitieren. Um den Wissenstransfer und die Übertragbarkeit auf andere Landkreise und Kommunen sicherzustellen, werden die Best Practice Beispiele über eine gemeinsame Modellplattform untereinander ausgetauscht.

Im Rahmen des Landkreisverbunds will der Landkreis Tuttlingen telemedizinische Angebote (eHealth) voranbringen und die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum verbessern. Die Telemedizin leistet durch die digitale Überbrückung von Distanzen zwischen Arzt und Patienten neue Lösungsansätze für eine bessere medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Das Pilotprojekt sieht deshalb die Kombination telemedizinischer Technologien zur Optimierung der ärztlichen Versorgung vor. Die Erprobung und Anwendung telemedizinischer Technologien bietet eine schnelle und bedarfsgerechte medizinische Versorgung, Zeitersparnis für die Patienten, eine bessere Kommunikation mit dem Arzt und eine Verkürzung der Wege. Gleichzeitig wirkt das Projekt dem zunehmenden Ärzte- und Pflegemangel im Landkreis Tuttlingen entgegen und erhöht die Attraktivität der Kommunen durch die Stärkung einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung. Bereits einige Netzwerkpartner haben ihre Mitarbeit an dem Projekt signalisiert, wie zum Beispiel Pflege- und Betreuungseinrichtungen oder ambulante Pflegedienste.

Darüber hinaus zählt der Landkreis Tuttlingen zu den 50 Kommunen und Kreisen in Baden-Württemberg, die zusätzlich in den kommenden zehn Monaten dabei unterstützt werden, eine Digitalisierungsstrategie zum Wohl unserer Bürger und der Wirtschaft zu entwickeln. Die Digitalisierung ist eine technologische Entwicklung, die auf alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebensbereiche massiv einwirkt. In jüngster Vergangenheit hat die Digitalisierung eine Dynamik angenommen, die ein planmäßiges und abgestimmtes Vorgehen notwendig macht. Dafür erhält der Landkreis Tuttlingen 44.000 Euro. Aus den besten Ideen werden mindestens vier Kommunen bzw. Kreise ausgewählt, die diese dann mit jeweils bis zu 100.000 Euro Landesförderung umsetzen können.

„Über diese Auszeichnungen freuen wir uns sehr“, betont Landrat Stefan Bär. „Die Digitalisierung wird unser Leben verändern. Auch wir sind überzeugt davon, dass in der Digitalisierung wichtige Potenziale für die zukünftige Entwicklung unseres Landkreises liegen. Dabei wollen wir auch neue Wege gehen. In der Telemedizin sehen wir die Chance, die Behandlung in den Arzt- und Notfallpraxen sinnvoll zu ergänzen. Gerade im ländlichen Raum müssen wir uns für die Herausforderungen des demografischen Wandels, verbunden mit einer steigenden Anzahl an älteren und multimorbiden Patienten bei zunehmendem Mangel an Hausärzten und Pflegekräften, wappnen“, so Landrat Bär. „Generell geht es aber auch darum, den Menschen die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen und sie durch praxistaugliche Produkte von den darin liegenden Chancen zu überzeugen“, erläutert der Landrat.