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Pressemitteilungen
20.01.2020

Europäischer Sozialfond fördert Chancen am Arbeitsmarkt

„Chancen fördern“ so lautet die Erfolgsformel der regionalen Arbeitskreise in Baden–Württemberg bei der Unterstützung von sozialen Projekten mit Geldern der Europäischen Union. In der Förderperiode 2014 - 2020 kann der ESF-Arbeitskreis Tuttlingen jährlich 180.000 Euro für Projekte im Landkreis Tuttlingen einsetzen. Diese werden über den Europäischen Sozialfond zur Verfügung gestellt.

Ein besonderes Anliegen ist den Arbeitskreismitgliedern - allesamt Vertreter aus Gewerkschaften, Kammern, Wohlfahrtspflege und Arbeitsverwaltung - über die europäische Förderung sozial benachteiligte Menschen im Landkreis zu erreichen. Vorsitzender des ESF-Arbeitskreises ist der Leiter des Sozialamtes, Hermann Ristau. Auch die Geschäftsführung hat der Landkreis inne.

„Seit Bestehen des ESF-Arbeitskreises sind rd. 3,5 Mio. EUR für soziale Projekte in den Landkreis geflossen. Damit konnten viele Projekte für Benachteiligte auf den Weg gebracht werden. Wir sind allen Projektpartnern hierfür sehr dankbar“, so Sozialdezernent Bernd Mager.

Im neuen Jahr 2020 werden im Landkreis Tuttlingen vier Projekte bei sozialen Institutionen mit europäischen Fördermitteln finanziert. Zuschüsse erhalten das Berufsförderungszentrum Möhringen BFZ gGmbH, das Frauenhaus Tuttlingen e.V. und der Bildungsträger BBQ Bildung und berufliche Qualifizierung gGmbH.

Mithilfe dieser Projekte werden die soziale Inklusion und die Bekämpfung von Armut und Diskriminierung erfolgreich angegangen. Im Detail können so Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Übergang Schule und Beruf unterstützt werden. Mit bedarfsnahen Ansätzen gelingt es seit Jahren erfolgreich zu einer Stabilisierung beizutragen und die vorhandenen Integrationshemmnisse dieser Menschen zu beseitigen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist in den letzten zehn Jahren im Landkreis mit einer Quote von 0,6% (Rechtskreis SGB II, Dezember 2019) auf ein Rekordtief gesunken. Zu verdanken ist dies einer intensiven Vernetzungsarbeit der Fachkräfte beim Kommunalen Jobcenter des Landkreises, der Agentur für Arbeit, Schulen und der Jugendberufshilfe.

Auch die Förderung von Frauen in besonders schwierigen Lebenssituationen ist dem Arbeitskreis ein großes Anliegen. Durch die konsequente Zusammenarbeit des Frauenhauses mit dem Kommunalen Jobcenter und den sozialen Institutionen im Landkreis werden die Eingliederungschancen von Frauen nach einem Aufenthalt im Frauenhaus in den ersten Arbeitsmarkt deutlich verbessert.