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Pressemitteilungen
01.07.2019

EU-Mittel für das 2020 beantragen: Konzepte zur Beschäftigungsförderung und Vermeidung von Schulabbruch sind gefragt

Regionale Bildungsträger und Institutionen im Landkreis Tuttlingen können sich wieder um die Fördergelder des Europäische Sozialfonds (ESF) bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft ab 1. Juli bis 30. September 2019. Resultierend aus den Ausschreibungen in den Vorjahren ist für das Förderjahr 2020 noch ein Budget in Höhe von 129.372 Euro verfügbar.

Der ESF-Arbeitskreis Tuttlingen wird die Träger-Konzepte im Herbst bewerten und die ESF-Fördergelder verteilen. „Wir erwarten bei dieser Ausschreibung ausdrücklich innovative Ansätze“, so der Vorsitzende Hermann Ristau. „Auch die Kooperation von Trägern ist in einzelnen Bereichen denkbar.“

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung in Europa. Er fördert einen starken Arbeitsmarkt und verbessert den Zugang zu Arbeitsplätzen, bietet Qualifizierung und unterstützt soziale Integration. Mit dem ESF in den Regionen wird das Prinzip der Nähe gelebt. Landesweit erhalten Benachteiligte am Arbeitsmarkt neue Chancen außerhalb des staatlichen Regelwerks zur Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben wie auch der Erwerbsbeteiligung. Ein wesentliches Ziel kann damit erreicht werden: die Bekämpfung von Armut und Diskriminierung.

Für den Förderzeitraum 2014 - 2020 fließen insgesamt rund 260 Mio. Euro ins Land Baden-Württemberg, davon erhält der Landkreis Tuttlingen jährlich 180.000 Euro, insgesamt also 1,08 Mio. Euro im gesamten Förderzeitraum. Der Landkreis kann mit diesem Budget in den vorgesehenen Handlungsfeldern eigene Akzente in der Arbeitsmarkförderung setzen. Die Förderung wird auf der Grundlage einer ESF-Arbeitsmarktstrategie ausgeschrieben, die der ESF-Arbeitskreis jährlich neu beschließt.

Koordiniert durch das Landratsamt Tuttlingen werden EU-Gelder zum einen für Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit zur Verfügung gestellt. Arbeitsmarktferne und armutsgefährdete Personengruppen, die auch unter günstigsten Bedingungen keine kontinuierliche Beschäftigungsbiographie nachweisen können, werden mit den Projekten erreicht. Das sind in erster Linie Langzeitarbeitslose, Migranten, ebenso Frauen, insbesondere, wenn sie Erziehungsverantwortung tragen oder alleinerziehend sind, vor allem in Kombination mit atypischer Beschäftigung oder mangelnder schulischer oder beruflicher Abschlüsse. Zum anderen werden die Gelder zur Vermeidung von Schulabbrüchen und zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit Jugendlicher und junger Erwachsener eingesetzt.

Der ESF gewährt keine Vollfinanzierung der Projekte, sondern beteiligt sich in der Regel mit bis zu 50 % an den Gesamtkosten eines Vorhabens. Die restlichen Mittel steuern die Projektträger oder andere private bzw. öffentliche Institutionen bei.

Die Anträge auf ESF-Fördergelder sind einzureichen bei der L-Bank, Karlsruhe. Fragen zur Antragstellung können an die ESF-Geschäftsstelle im Landratsamt Tuttlingen, Telefon 07461 926 4420, gerichtet werden.