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Pressemitteilungen
24.06.2020

Corna-Virus im Landkreis Tuttlingen noch aktiv

Mit Blick auf die aktuellen Fallzahlen hat sich die Lage rund um das Corona-Virus im Landkreis Tuttlingen in den letzten Wochen merklich entspannt. Derzeit liegen dem Gesundheitsamt die Daten drei neu infizierter Fälle vor, zwei Personen stammen aus der Stadt Trossingen, ein weiterer Fall kommt aus Tuttlingen. Ein 12-jähriger Schüler aus Tuttlingen, der am vergangenen Sonntag, dem 21. Juni 2020, mit Bauchschmerzen ins Schwarzwald-Baar-Klinikum eingeliefert wurde, sorgte mit einem positiven Testergebnis im Immanuel-Kant-Gymnasium für Aufregung. Derzeit befindet sich der Junge noch im Krankenhaus, eine Entlassung in die häusliche Isolation ist zeitnah vorgesehen. Bislang ist der Ansteckungsweg nicht bekannt und gesicherte Erkenntnisse liegen noch nicht vor, aber das Gesundheitsamt geht akribisch sämtlichen möglichen Ansteckungsquellen in der Inkubationszeit nach. 

Aufgrund des Vorfalls sind mit Datum heute rund 40 Tests angemeldet worden. 14 Tests entfallen auf Schüler, drei Lehrer und Mitarbeiter der Schule, die weiteren Tests entfallen auf 8 Familienmitglieder und weitere Personen, die sich im Umfeld der Schule befinden und sich eigeninitiativ an ihre Hausärzte gewandt haben. Inzwischen sind die meisten Tests erfolgt, die ersten Ergebnisse erwartet das Gesundheitsamt morgen im Laufe des Tages. Angeordnet wurden die Tests für alle Mitschüler, Lehrkräfte und Familienmitglieder, die engen Kontakt hatten. Hierzu folgt das Gesundheitsamt den Vorgaben durch das Robert-Koch-Institut. Das heißt, die Personen müssen mind. 15 Minuten Gesichts-Kontakt „face-to-face“ haben.

Das Gesundheitsamt hat sich das Hygienekonzept der Schule vor der Wiederaufnahme des Schulbetriebes genau angesehen und bewertet dieses als „sehr gut“. „Durch die vorgesehene Teilung der Klasse kam es lediglich bei der Hälfte der Klasse zu engerem Kontakt innerhalb der Schule“, lobt Dr. Siegfried Eichin, Leiter des Gesundheitsamtes, die Umsetzung der Maßnahmen in der Schule. „Sollten keine weiteren positiven Fälle nachfolgen, so sind die bereits veranlassten Maßnahmen zur Isolierung ausreichend“, bestätigt der Mediziner. „Bei Auftreten weiterer Fälle könnten allerdings zur Unterbrechung von Infektionsketten zusätzliche Maßnahmen notwendig werden“, so Eichin weiter.

Derzeit sind insgesamt 11 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mit der Fallbearbeitung und Kontaktpersonennachverfolgung beschäftigt. „Jeder positive Fall hat weit über 10 Kontaktpersonen erster Kategorie“, konstatiert Sozialdezernent Bernd Mager, „deshalb werden ab sofort weitere geschulte Mitarbeiter des Landkreises mobilisiert. Die entsprechenden Arbeitsplätze sind eingerichtet.“

Eine Schließung der Schule durch das Gesundheitsamt steht derzeit nicht zur Debatte. Nach bisheriger Erkenntnis handelt es sich um einen Einzelfall. Eine Schließung der Schule käme aus fachlicher Sicht erst dann in Betracht, wenn sich im Umfeld weitere Ansteckungsfälle herausstellen sollten. Die Ergebnisse der Labore sind abzuwarten, die Lage hat das Gesundheitsamt im Blick. Landrat Stefan Bär ist zuversichtlich, dass die Eindämmung des Corona-Virus auch weiterhin gelingt. „Dennoch gilt, dass das Virus im Landkreis weiterhin aktiv ist und wir noch nicht über dem Berg sind“, erinnert der Landrat an die vergangenen Monate. „Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger bitten, sich auch weiterhin verantwortungsbewusst zu verhalten, Abstandsregelungen ernst zu nehmen und in der Ausübung gesellschaftlicher Aktivitäten Maß und Mitte zu wahren - trotz sommerlicher Temperaturen und eines erhöhten Bedürfnisses nach Kontakt“, so Bär. Aktiv unterstützen können Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des Gesundheitsamtes durch das Herunterladen der Corona-Warn-App. Das Landratsamt begrüßt ausdrücklich, dass Bürgerinnen und Bürger freiwillig Gebrauch von der App machen und sich diese damit aktiv an der Eindämmung des Virus beteiligen.