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Ordnungsamt

Aufgaben der Ausländerbehörde

Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde sind für Ausländer im Landkreis Tuttlingen (ohne Stadt Tuttlingen) Ansprechpartner für alle ausländerrechtliche Fragen.

Wir erteilen und verlängern Aufenthaltserlaubnisse für unterschiedliche Zwecke (z.B. Familiennachzug, Erwerbstätigkeit, Studium, Aufenthalte aus humanitären Gründen etc.) und erteilen Niederlassungserlaubnisse, die die früheren unbefristeten Aufenthaltserlaubnisse ersetzen.

Wir stellen Verpflichtungserklärungen für Besucher aus visumspflichtigen Staaten aus. Im Bereich Asylwesen erteilen und verlängern wir Aufenthaltsgestattungen und Duldungen. Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen werden Reiseausweise ausgestellt.

Elektronischer Aufenthaltstitel im Kredikartenformat seit 01.09.2011 für alle Ausländer aus Nicht-EU-Staaten

Der bisherige Aufenthaltstitel in Papierform (Klebeetikett) sowie die Aufenthalts- und Daueraufenthaltskarte für drittstaatsangehörige Familienangehörige von EU-Bürgern sind seit dem 1. September 2011 durch einen elektronischen  Aufenthaltstitel (eAT) im Kreditkartenformat abgelöst worden. Die bisherigen Aufenthaltstitel  in den Reisepässen und Passersatzpapieren behalten ihre eingetragene Gültigkeit. Das Landratsamt ist weiter für die Erteilung, Verlängerung und Übertragung des Aufenthaltstitels zuständig. Der eAT wird künftig aber nicht mehr von der Ausländerbehörde erstellt, sondern von der Bundesdruckerei in Berlin. Daher ist mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Wochen zu rechnen.

Die Ausländerbehörde des Landratsamts schreibt alle betroffenen Ausländer vor Ablauf der Gültigkeit des bisherigen Aufenthaltstitels oder Passes persönlich an und weist dabei auf die für die Bearbeitung erforderlichen Unterlagen hin. Sobald die Unterlagen geprüft sind, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung  setzen, damit Sie persönlich vorsprechen können, um Ihre Fingerabdrücke, sowie Ihre Unterschrift abzugeben.

Auch bei der Abholung des elektronischen Aufenthaltstitels ist eine persönliche Vorsprache notwendig.

Formulare für die Beantragung von Aufenthaltserlaubnisse

Gebühren und vorzulegende Unterlagen

Die einzelnen Gebühren und die erforderlichen Unterlagen und Dokumente hängen vom Zweck und der Dauer des Aufenthalts ab und können beim Sachbearbeiter erfragt werden.

Voraussetzungen für die Abgabe einer Verpflichtungserklärung

Um von einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) ein Visum für eine Besuchsreise zu erhalten, benötigen die Staatsangehörigen von zahlreichen Ländern eine Verpflichtungserklärung. Darin verpflichtet sich eine im Bundesgebiet lebende Person, die Kosten des Lebensunterhaltes des Gastes während dessen Aufenthalt in Deutschland zu tragen. Hierzu gehören insbesondere die Kosten für Ernährung, Wohnung, Versorgung im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit.

Soweit die eingeladene Person nicht selbst über eine Krankenversicherung verfügt, welche auch Behandlungskosten in Deutschland übernimmt, empfehlen wir Ihnen den Abschluss einer speziellen Reisekrankenversicherung bei einem privaten Versicherungsunternehmen.  

Vorzulegende Unterlagen

  • Antragsformular   
  • Ausweis / Reisepass des Einladers
  • Reisepassnummer des Besuchers
  • Einkommensnachweise des Verpflichtungsgebers (Verdienstabrechnungen der letzten drei Monate, Rentenbescheid, Reingewinnerklärung)
  • ggf. Einkommensnachweise des Ehepartners/ der Kinder

Gebühren

Die Gebühr für die Ausstellung einer Verpflichtungserklärung beträgt 29 Euro.

Aufenthaltsrecht für britische Staatsangehörige nach dem Austrittsabkommen

Da das Vereinigte Königreich am 1. Februar 2020 aus der EU ausgetreten ist, wurde zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich das sogenannte Austrittsabkommen geschlossen, das seitdem wirksam und in Kraft getreten ist. Für die Zeit nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU wurde ein Übergangszeitraum festgelegt, der am 31.12.2020 endete. Bis dahin blieb aufenthaltsrechtlich alles beim Alten. Seit dem 01.01.2021 haben britische Staatsbürger, die bis dahin zum Aufenthalt oder zum Arbeiten in Deutschland berechtigt waren und von diesem Recht Gebrauch gemacht haben, im Wesentlichen dieselben Rechte wie vor dem Austritt. Diese Rechte bestehen kraft Gesetzes. Um nachweisen zu können, dass Sie als britischer Staatsbürger Rechte nach dem Austrittsabkommen haben, benötigen Sie jedoch zwingend ein entsprechendes Dokument, das Sie bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde, erhalten. Bis spätestens 30. Juni 2021 müssen Sie, sofern Sie am 31. Dezember 2020 in Deutschland wohnten und freizügigkeitsberechtigt waren und weiterhin in Deutschland wohnen bleiben, ihren Aufenthalt bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde anzeigen, um dann das neue Aufenthaltsdokument erhalten zu können. Zur Erfüllung der Anzeigepflicht steht Ihnen folgendes Formular zur Verfügung:

Anzeige für britische Staatsangehörige

Sollten Sie noch detailliertere Informationen zu diesem Thema benötigen, können Sie sich gerne auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (www.bmi.bund.de/brexit-info) erkundigen.