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Forst
17.07.2020

Waldbrandgefahr und Feuer im Wald

Bei langanhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen besteht im Wald die Gefahr von Waldbränden. Regelmäßig tritt bei uns diese Gefahr im Frühjahr ein, wenn die neue Gras- und Krautvegetation noch nicht entwickelt ist. Aber auch bei Hitzeperioden im Sommer steigt die Waldbrandgefahr. Wegen des Klimawandels kommt es zu mehr Hitzeperioden und damit werden Waldbrände immer wahrscheinlicher.

Im Grundsatz darf im Wald und in der Nähe von Wald kein Feuer entfacht werden. Nur in ausgewiesenen Feuerstellen dürfen Waldbesucher Feuer zum Grillen entfachen. Ausnahmeregelungen gelten für Waldbesitzende und Personen die im Wald beschäftigt sind. Beim Umgang mit Feuer ist immer größte Vorsicht geboten.

Nähere Informationen zum Thema enthält das Merkblatt »Feuer im Freien«.

Ein unkontrolliertes Feuer in Wäldern und im Offenland kann zu einer großen Gefahr für die Ökologie und zudem zu gefährlichen Einsätzen der Feuerwehrkräfte führen“, sagt Kreisbrandmeister Andreas Narr. „Daher sind Sicherungsmaßnahmen und im Zweifel ein frühzeitiger Feuerwehreinsatz wichtig.“

Wer ein Feuer entfacht, muss Sorge tragen, dass es zu keiner Gefährdung kommt. Es sind daher stets geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen: ständige Beaufsichtigung durch Anwesenheit eines Volljährigen, Vorhalten geeigneter Löschmittel (Feuerpatschen, Schaufeln, Löschwasser), Bereithalten eines Mobiltelefons für Notrufe und Herstellen eines 3 m breiten Schutzstreifens ohne Brandlasten, das heißt ohne brennbares Material. Bei Verlassen muss die Glut vollständig erloschen und mit Erde abgedeckt sein. Bei ungünstiger Windrichtung und starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden. Bei Dunkelheit darf kein Feuer brennen.

Eine Rauch- und Rußbelästigung muss ausgeschlossen sein. Dies gilt insbesondere für Verkehrswege. In keinem Fall dürfen folgende Mindestabstände unterschritten werden: 200 m von Autobahnen; 100 m von Bundes-, Landes, und Kreisstraßen; 50 m von Gebäuden.

Regelmäßig verbrennen Waldbesitzende Reisig im Wald. Dies ist erlaubt, stellt Karlheinz Schäfer, Leiter des Forstamtes klar, aber meistens ist es unnötig. Grundsätzlich ist es sinnvoll, schwächere Äste und Reisig im Wald zu belassen und somit in den Nährstoffkreislauf zurückzuführen. Auch bei einer drohenden Massenvermehrung von Borkenkäfern gibt es anstelle von Verbrennen bessere Möglichkeiten, wie die Aufarbeitung und das Verbringen des Holzes außer Wald, oder das Hacken. Bei akuter Waldbrandgefahr nach längerer Trockenheit, ist das Verbrennen von Reisig im Wald verboten.

Kreisbrandmeister Andreas Narr stellt klar: Es ist nicht erforderlich, dass Waldbesitzende Nutzfeuer anzeigen, zum Beispiel durch einen Anruf bei der Integrierten Leitstelle.“ Im Zweifelsfall hat ein eingehender Notruf einen Einsatz der Feuerwehr zur Folge.

Die Gemeinden verlangen nach einem Feuerwehreinsatz bei grob fahrlässigen Verhalten Kostenersatz beim Verursacher. Die Sicherungsmaßnahmen sind einzuhalten. Wer ein Feuer entzündet, haftet für die durch das Abbrennen des Feuers entstehenden Schäden.