Diese Webseite verwendet Cookies, um das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Direkt zu:
Forst
14.06.2016

Kooperationsvereinbarung zur Integration von Flüchtlingen durch Sport

Das Landratsamt Tuttlingen, der Badische Sportbund (bsb) und der Sportkreis Tuttlingen e.V. (Württembergischer Landessportbund e.V.) haben am 14. Juni 2016 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in organisierte Sportvereine zu verbessern. „Ziel des Projektes „Sport und Integration von Flüchtlingen“ ist, Neuzugewanderte zu integrieren, Sprachbarrieren abzubauen und neue Kontakte zu knüpfen. Für die Vereine bietet sich die Chance, durch die lokale Integrationsarbeit die Vereinsentwicklung und interkulturelle Öffnung voranzutreiben“, so Landrat Stefan Bär.

Großes Bild anzeigen
Bild von links nach rechts: Gundolf Fleischer, Bernd Mager, Margarete Lehmann, Josef Schilling und Landrat Stefan Bär

Sportvereine, die einen Flüchtling als Mitglied aufnehmen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 10 EUR pro Monat (120 EUR im Jahr). Das Projekt hat vorerst eine Laufzeit bis zum 30. April 2017.

„Der Landkreis hat sich bereit erklärt, dieses Projekt aus den uns zur Verfügung gestellten Landes- und Bundesmitteln im Asylbereich zu finanzieren. Wir gehen davon aus, dass im ersten Jahr maximal 5.000 EUR für die Finanzierung dieses Projektes gebraucht werden“, so Sozialdezernent Bernd Mager.

Knapp 2 000 Flüchtlinge (1 650 in Gemeinschaftsunterkünften und rund 300 in Anschlussunterbringung) leben aktuell im Landkreis. Viele Flüchtlinge haben eine gute Bleibeperspektive und werden dauerhaft im Landkreis bleiben. Eine gelingende Integration hängt von vielen Faktoren ab. Beide Seiten - die einheimische Bevölkerung und die Flüchtlinge - sind gefordert. Neben der Sprache und der Aufnahme einer Arbeit ist das soziale Umfeld für eine gelingende Integration entscheidend. Die Mehrheit der Flüchtlinge ist sehr jung und motiviert. „Unser gemeinsames Ziel muss sein, diese Menschen so schnell und so gut wie möglich in unsere Wertegemeinschaft in Deutschland zu integrieren. Hier kommt unseren Vereinen eine besondere Bedeutung zu“, so Landrat Stefan Bär.

Die Sportverbände als Dachverband der Sportvereine haben den besten Zugang zum organisierten Sport. Der Landkreis verfügt mit seiner Ehrenamtskoordinatorin über gute Kontakte zu den jeweiligen Flüchtlings-Helferkreisen vor Ort und zu den Kommunen. Der Einbezug der Helferkreise und der Kommunen ist enorm wichtig, da diese bereits über bestehende Kontakte zu den Flüchtlingen vor Ort verfügen. Flüchtlinge können dadurch persönlich angesprochen werden. „Unser Ziel ist es, dass jeden Flüchtling mit dem Verein zusammenzubringen, in dem er den Sport machen kann, den er will“, so Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes.

Herr Josef Schilling, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreis Tuttlingen e.V., begleitet das Projekt auf Wunsch des Landkreises als „Kümmerer“.