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Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck

Gemeinde Neuhausen ob Eck

Am südöstlichen Rand des Landreises Tuttlingen, zwischen Tuttlingen und Meßkirch, liegt auf einer Höhe zwischen 650 und 800 Metern an der Bundesstraße 311 die Gemeinde Neuhausen ob Eck. Zusammen mit den Ortsteilen Schwandorf und Worndorf hat die Gemeinde fast 3900 Einwohner.

Der Ortsname Neuhausen ist weit verbreitet. In Baden-Württemberg gibt es sieben Gemeinden mit diesem Namen. Einmalig ist jedoch die Bezeichnung "ob Eck", die einer Erklärung bedarf. Der Ort liegt auf der Hochfläche der "Eck", auch "Ecke" oder "Egge" genannt, einem Höhenzug der Hegau-Alb zwischen Schwabischer Alb, Donautal und Hegau.

Mehr als 4600 Hektar Natur und Kulturlandschaft warten in Neuhausen ob Eck auf Sie. Ein dichtes Netz von gut ausgeschilderten Familienwanderwegen und Radwegen laden zum Erkunden dieser herrlichen Landschaft zwischen Schwä­bischer Alb, Baar und Hegau ein. Erleben Sie das herrliche Alpenpanorama, at­men Sie die frische Luft unserer Hochebene und genießen Sie den Bodensee, der in weniger als 20 Minuten zu erreichen ist. 

Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck gibt Einblicke in das bäuerliche Leben von früher. Es besteht derzeit aus rund 25 Häusern, die vom Schwarzwald, der Baar, dem Hegau, dem Bodensee sowie der Schwäbischen Alb stammen. Die Highlights im Programmjahr sind der Fuhrmannstag (Juli) und die Kirbe (Okto­ber). Das Museum hat auch ein Restaurant, den „Ochsen". 

Kulturelles Highlight er gesamten Region ist das Southside Festival, das seit mehr als einem Jahrzehnt jährlich rund 60.000 Anhänger der Rock-und Popmusik nach Neuhausen ob Eck lockt. An einem Wochenende im Juni wird die Gemeinde zum Schauplatz des größten Open-Air Konzertes in Süddeutschland. 

Der take-off Gewerbepark ist ein interkommunales Projekt der Gemeinde Neu­hausen ob Eck und der Stadt Tuttlingen. Er ist ein idealer Standort für Dienstleister, Existenzgründer, Industrie und Gewerbetreibende. Durch seinen eigenen Flugplatz ermöglicht er schnellste Verbindungen zu allen wichtigen Umschlagplätzen und Zentren in Europa.

Geschichte

Am 8. Oktober 1095 wird die Gemeinde als "villa Nuwenhusin" zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Papst Urban II. bestätigte damals verschiedenen Besitz den Graf Eberhard von Nellenburg und dessen Sohn Burkhard dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen, in der heutigen Schweiz vermacht hatten, darunter auch Güter in Neuhausen. Der Ort war jedoch schon in der Hallstattzeit (800 vor Christi bis 450 vor Christi) besiedelt.

Beweise hierfür sind 21 große Grabhügel im Gewann "Hatzgerwiesen" zwischen Neuhausen ob Eck und Worndorf. Neuhausen kam zu einem unbekannten Zeitpunkt an Württemberg, spätestens jedoch 1481. Graf Eberhard der Ältere von Württemberg erwarb von seinem Vetter, Graf Eberhard dem Jüngeren, das Dorf für 1.690 Gulden. In der Zwischenzeit verkaufte Graf Johann zu Nellenburg die Grafschaft Nellenburg für 37.905 Gulden an Herzog Siegmund von Österreich.

Der österreichische Vogt in Stockach beharrte auf den Rechten Neuhausens die nun dem Haus Habsburg durch den Übergang der Grafschaft zustanden. Aufgrund dessen forderte Österreich die förstliche und gerichtliche Hoheit für Neuhausen, da der Ort im Nellenburgischen Forst lag. Jahrzehntelange Streitigkeiten zwischen Württemberg und Osterreich waren die Folge. Das Kloster Allerheiligen war der größte Grundbesitzer und zudem Kirchenherr. Mit diesem "Dreiecksverhältnis" lebten die Neuhauser über Jahrhunderte hinweg. 

Schwere Zeiten gab es für das Dorf wahrend des 30-jährigen Krieges. Am 4. Dezember 1632 überfielen die Überlinger den Ort, wobei viele Einwohner getötet und die Gebäude in Schutt und Asche gelegt wurden.

1792 brannte fast der gesamte Ort bis auf wenige Häuser nieder. 1806 kam der Ort an das Königreich Württemberg und damit zum Oberamt Tuttlingen.