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Blick auf die Stadt Fridingen

Stadt Fridingen

Das Städtchen Fridingen an der Donau liegt im Oberen Donautal in einer Höhe von 600 - 800 Meter über dem Meer. Fridingen ist ein historischer Ort, der im Jahre 861 erstmals urkundlich erwähnt wird. Im Jahr 1372 erhielt Fridingen das Stadtrecht. Von 1381 bis 1806 gehörte der Ort dem Hause Österreich an. 1536 erwarben die Freiherren von Ifflinger und Granegg das Österreichische Lehen. Sie waren in dessen Besitz bis 1793. Die gesamte Grafschaft Hohenberg und damit auch Fridingen fiel im Jahre 1806 an Württemberg. Lebende Zeugen dieser Vergangenheit sind heute noch das Ifflinger Schloß, die Zehntscheuer und die alte Stadtmauer. Heute hat Fridingen über 3.200 Einwohner und ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbandes Donau-Heuberg mit rund 10.660 Einwohnern in 7 Mitgliedsgemeinden.

Seit Jahren findet in Fridingen eine Ortskernsanierung statt. Das Ziel, die Stärkung des Ortskerns als pulsierendes Herzstück der Stadt, konnte teilweise bereits erreicht werden. Auch an den öffentlichen Gebäuden der Stadt wurde mit der Sanierung begonnen. Aus dem ehemaligen Rathaus und Schulgebäude wurden Verwaltungsräume für die Stadt- und Verbandsverwaltung. Im Ifflinger Schloß ist heute das Heimatmuseum untergebracht. Die Wirtschaftskraft in Fridingen ist gut, es finden sich 1100 Arbeitsplätze vor Ort. Einpendler und Auspendler halten sich die Waage, so dass zahlreiche Fridinger am Ort Arbeitsplätze finden konnten.

Über 25 Vereine bieten jedem Einwohner ein breites sportliches oder kulturelles Freizeitangebot. Theaterspiel und Brauchtumspflege sind ebenso möglich wie alle sportlichen Betätigungen. 

Geschichte

Fridingen wird in einer St. Galler Urkunde von 861 erstmals erwähnt. Gleichwohl reichen die archäologischen Funde auf Fridinger Gemarkung bis in die mittlere Steinzeit zwischen 8000 und 5000 vor Christus zurück (Jägerhaus-Höhle). Auch aus Jungsteinzeit, Bronzezeit und Hallstattzeit bezeugen zahlreiche Funde die Existenz mehrerer Siedlungen rund um Fridingen. Ein 1971 in der Flur Spital ausgegrabenes Gräberfeld mit rund 320 Bestattungen zählt zu den wichtigsten alamannischen Fundplätzen im Lande.

Das ursprüngliche Dorf Fridingen lag bei der ebenfalls 861 erstmals erwähnten Pfarrkirche St. Martin. Eine durch die Grafen von Hohenberg im ausgehenden 13. Jahrhundert erfolgte Stadtgründung auf der Höhe nordwestlich des Dorfes („Alt-Fridingen“) hatte nur kurzen Bestand. Um 1330 ließ Graf Heinrich von Hohenberg beim alten Dorf eine Wohnturmburg errichten, die Vorgängeranlage des heutigen „Ifflinger Schlosses“. Im Anschluss an diese Burg entstand eine neue Stadtanlage, deren planmäßige Gründung noch im heutigen Stadtbild ablesbar ist. 1372 wird Fridingen erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet.

Zusammen mit der Grafschaft Hohenberg gelangte die Stadt 1381 an Österreich. Fridingen war die einzige Stadt Oberhohenbergs und bis 1688 Sitz des Obervogts. Die Stadtburg kam 1536 als österreichisches Lehen in den Besitz der Ifflinger von Granegg (bis 1793). 1806 erfolgte der Übergang Fridingens an Württemberg. Die Stadt gehörte zunächst noch zum Oberamt Spaichingen, seit 1807 zum Oberamt bzw. Landkreis Tuttlingen.

Das „Ifflinger Schloss“ wurde 1794 von der Stadt gekauft. Nach vielfältigen wechselnden Nutzungen ist hier heute das Heimatmuseum Oberes Donautal untergebracht. Ein weiteres Museum befindet sich über der Gastwirtschaft in dem markanten Fachwerkhaus „Scharf Eck“. Hier wird seit 2007 an den Donautalmaler Hans Bucher (1929-2002) und den Zeichner Franz Xaver Bucher (1899-1959) erinnert.

Die heutige Stadtpfarrkirche St. Martinus wurde 1851 bis 1853 erbaut und ersetzte einen wegen Baufälligkeit abgebrochenen Vorgängerbau. Ein kunstgeschichtliches Kleinod ist die Annakapelle vor der Donaubrücke, die im 18. Jahrhundert barockisiert wurde und Deckengemälde des Fridinger Malers Franz Josef Zoll enthält.

Rund um Fridingen findet man auf den Felsen des romantischen Donautals noch mehrere Burgruinen („Burgstall“, Stiegelesfels, Ziegelhöhlenburg, Krinnerfels), die vermutlich mit dem einstigen Ortsadelsgeschlecht der Herren von Fridingen in Verbindung zu bringen sind. Als bis heute wohlerhaltene Felsenburg thront Schloss Bronnen über der Donau. Die um 1100 entstandene Anlage war Jagdschloss der Herren von Enzberg und Bestandteil der Herrschaft Mühlheim.