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Pestkreuze

Gemeinde Emmingen-Liptingen

Aus den früheren selbständigen Gemeinden Emmingen ab Egg und Liptingen wurde im Rahmen der Gemeindereform die neue Gemeinde Emmingen-Liptingen, eine leistungsstarke Gemeinde im ländlichen Raum zwischen Tuttlingen und Bodensee-Hegau. Die Gewerbestruktur der Gemeinde konnte in den letzten Jahren stark verbessert werden. Ein beachtliches Gewerbe, seien es größere Gewerbebetriebe, seien es Handwerksbetriebe, ist den letzten Jahren gewachsen.

Dabei handelt es sich um Betriebe der Metallverarbeitung, des Maschinen- und Fahrzeugbaus, schwerpunktmäßig jedoch in der Chirurgiebranche. Gute und sichere Arbeitsplätze werden angeboten und auch viele Bürger aus der Umgebung finden hier ihren Arbeitsplatz. In der Gemeinde sind Ärzte, Zahnärzte , Massagepraxen und Apotheke vorhanden. Gute schulische Einrichtungen, sei dies die zweizügig geführte Grundschule in Liptingen oder die Hauptschule mit Werkrealschule in Emmingen sorgen für eine gute Schulbildung. Im nahe gelegenen Tuttlingen sind die weiterführenden Schulen, wie Gymnasien, Realschulen, Kreisberufsschulen. Selbstverständlich befinden sich in beiden Ortsteilen gut ausgestattete Kindergärten.

Die gute Entwicklung der Gemeinde führte zu einer erheblichen Bevölkerungszunahme. Emmingen-Liptingen ist eine der Gemeinden im Kreis Tuttlingen, die in den letzten Jahren am meisten gewachsen ist. Mitausschlaggebend hierfür ist auch die schöne landschaftliche Lage. Die Pflege der Tradition und des Brauchtums werden großgeschrieben. Über 40 Vereine und Gemeinschaften fühlen sich dem aktiven Dorfleben verpflichtet und bieten den Bürgerinnen und Bürgern ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm.

Geschichte

Mit »villa que dicitur Eminga« wurde Emmingen auf der Hegaualb im Jahre 820 erstmals urkundlich erwähnt. Hier ist eine Sankt Galler Urkunde wieder die Quelle für den schriftlichen Nachweis der Existenz des Ortes. Nach frühem Besitz der Klöster Sankt Gallen und Reichenau wird später ein solcher der Klöster Sankt Georgen und Salem erwähnt. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts erscheinen Herren von Emmingen als Lehensleute der Grafen von Zollern. 1249 wird ein Cunrad von Emmingen genannt. 1522 erwarb Graf Georg von Lupfen den Besitz des Klosters Jnzigkofen im Ort, darunter eine Burg.

Diese wurde im 18. Jahrhundert restauriert und diente später als Pfarrhaus. Als Bestandteil der Herrschaft Hohenhewen kam Emmingen 1639 an die Fürstenberger, wurde 1806 badisch und kam zum Amt Engen. Ab 1936 war der Ort Teil des Bezirksamtes beziehungsweise Kreises Donaueschingen, bis er durch die Kreisreform 1973 in den Landkreis Tuttlingen eingegliedert wurde.

Mit Liptingen kommen wir zu dem ersten schriftlich erwähnten Ort im Landkreis Tuttlingen. Schon im Jahre 761 übergab ein gewisser Hungär seine Besitzungen dem Kloster Sankt Gallen. Neben Sankt Galler Besitz gab es später solchen der Klöster Sankt Blasien, Allerheiligen in Schaffhausen und Salem. Ortsadel lässt sich gegen Ende des 12. und im 13. Jahrhundert nachweisen. Die Niedere Gerichtsbarkeit gehörte zur Hälfte den Nellenburgern und ab 1465 den Österreichern, die andere Hälfte kam erst 1554 an das Haus Habsburg.

Liptingen war Amt und Kameralort der vorderösterreichischen Landgrafschaft Nellenburg. In den Blickpunkt der europäischen Geschichtsschreibung kam der Ort durch die Schlacht, die 1799 um Liptingen tobte. Nach einem kurzen württembergischen Interim von 1805 bis 1810 kam der Ort zu Baden, und zwar zum Bezirksamt, später Kreis Stockach und seit 1973 zum Landkreis Tuttlingen. In der 1724/26 erbauten katholischen Pfarrkirche St. Michael steht ein Hochaltar des bekannten Barockkünstlers Josef Anton Feuchtmayer.

Die Weiler Ederstetten und Wehstetten, deutet man ihre Namen richtig, gehen vermutlich auf alemannische Ausbausiedlungen des 7. Jahrhunderts zurück. Südöstlich des Dorfes liegt der Burgstall Homburg.

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1975 durch die Vereinigung der Orte Emmingen und Liptingen gebildet.