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4.5 Ambulante Pflegedienste

Die ambulanten Pflegedienste haben sich zu wichtigen Dienstleistern für ältere, kranke und pflegebedürftige Mitmenschen entwickelt. Sie sind die Fachkräfte, die täglich in das persönliche Wohnumfeld der zu betreuenden Menschen kommen. In der pflegerischen Versorgung werden dabei in der Regel Leistungen der Pflege nach SGB XI und Leistungen der medizinischen Versorgung durch Behandlungspflege nach SGB V aus einer Hand von den Pflegekräften durchgeführt.

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Landkreis Tuttlingen © Grafik: Landkreis Tuttlingen

Abbildung 15: Verteilung der Ambulanten Pflegedienste im Landkreis Tuttlingen

Eine besondere Herausforderung ergibt sich aus der Komplexität der Lebenslagen von geriatrischen Patientinnen und Patienten. Bei ihrer Begleitung ist es wichtig, Veränderungen rasch erkennen und einordnen zu können. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen ist hier eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg.

Werden die Pflegestufen der Klienten, die von einem ambulanten Dienst versorgt werden betrachtet, dann zeigt sich, dass über die Hälfte der versorgten Klienten im Jahr 2013 in Pflegestufe 1 eingruppiert waren, ein Drittel hatte die Pflegestufe 2. Die Verteilung der Pflegestufen der Klienten der ambulanten Dienste im Landkreis Tuttlingen entspricht weitestgehend der Verteilung in Baden-Württemberg.

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Abb7_Pflegestufen © Grafik: KVJS

Abbildung 7: Pflegestufen der Klienten der ambulanten Dienste im Landkreis Tuttlingen im Jahr 2013

Zum Stichtag 15.12.2013 hatten zudem rund 3 Prozent – das entspricht 25 Personen – die Pflegestufe 0 mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz nach § 45a SGB XI, meist in Folge einer Demenzerkrankung. In Baden-Württemberg lag der Anteil bei 4,3 Prozent.

Die ambulanten Pflegedienste im Landkreis Tuttlingen bieten umfassende Leistungen und individuelle Betreuung der Patienten an und sind damit wichtige Ansprechpartner für den gesamten Bereich der Krankenpflege und Seniorenbetreuung.

Aktuelle Herausforderungen sind auch für sie die gesetzlichen Veränderungen, der Fachkräftemangel und die Ausdifferenzierung der Leistungsangebote zum Verbleib in der eigenen Häuslichkeit.

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