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4.3 Entlastungsangebote für Angehörige

Nach wie vor leben die meisten pflegebedürftigen Menschen in privaten Haushalten und werden von nahen Familienangehörigen betreut und gepflegt. Dies verlangt viel Engagement, Verzicht auf Freizeit und die Bereitschaft gegebenenfalls "rund-um-die-Uhr" zu begleiten und zu unterstützen.

Pflegende Angehörige stehen daher häufig unter hohem psychischen, physischen und sozialem Druck. Viele Angehörige berichten, dass sich während der Pflege ihre körperliche Gesundheit verschlechtert und sie häufiger Medikamente benötigen, dass Freunde, Bekannte und/oder Familienmitglieder den Kontakt meiden oder dass sie ihren Beruf und ihre Hobbies aufgeben müssen.

Als besonders belastend wird es empfunden, wenn problematische Verhaltensweisen wie Aggressivität, Schreien oder Wahnvorstellungen bei dem zu Pflegenden hinzukommen.

„Niemand kann und muss diese schweren Aufgaben auf Dauer und ganz alleine erfüllen. Auch im Interesse des Kranken ist es wichtig und ratsam, mit den eigenen Kräften hauszuhalten und sich frühzeitig nach Möglichkeiten der Beratung und Entlastung umzusehen.“13

Im Landkreis Tuttlingen gibt es dafür verschiedene Entlastungsangebote, die im Folgenden aufgezählt sind:


13Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., verfügbar unter: https://www.deutsche-alzheimer.de/angehoeri ge/entlastungsangebote.html, Stand 18.07.2016

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