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Pressemitteilungen
13.12.2018

Zahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis Tuttlingen weiterhin niedrig

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die vom Kommunalen Jobcenter im Landkreis Tuttlingen Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) beziehen, bewegt sich weiterhin auf historisch niedrigem Niveau. Am 1. Dezember 2018 waren exakt 921 Menschen beim Kommunalen Jobcenter arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 1,2 Prozent. „Die gute wirtschaftliche Lage und die intensiven Bemühungen des Landkreises, Menschen mit Beschäftigungshandicaps in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, zahlen sich aus“, unterstreicht Landrat Stefan Bär.

Der Landkreis Tuttlingen ist seit 2005 für die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, die Hartz IV-Leistungen erhalten, zuständig. Rund 550 Menschen sind aktuell in Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen. Vor allem viele Flüchtlinge erhalten diese Maßnahmen, um für den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet zu werden. „Im Oktober 2018 hatten wir mit 920 arbeitslos gemeldeten Menschen ein ‚Rekordtief‘ im Kommunalen Jobcenter. Die sehr niedrige Zahl an langezeitarbeitslosen Menschen können wir weiter halten, obgleich rund 100 Neuanträge auf Hartz IV-Leistungen bei uns monatlich im Kommunalen Jobcenter des Landratsamtes eingehen“, erläutert Sozialdezernent Bernd Mager.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist nach wie vor äußerst gering. Am 1. Dezember 2018 waren exakt 88 Jugendliche mit Hartz IV-Bezug arbeitslos. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 0,9 Prozent unter Jugendlichen.

„Bei einer gesamten Arbeitslosenquote von 2,4 % (Agentur für Arbeit und Kommunales Jobcenter) kann man nach wie vor von ‚Vollbeschäftigung‘ im Landkreis Tuttlingen sprechen“, freut sich Landrat Stefan Bär. 

„‘Hartz IV‘“ ist besser als sein Ruf“, meint Sozialdezernent Bernd Mager. „Man darf die Erfolge der Arbeitsmarktreform nicht kleinreden. Der austarierte Ansatz von ‚Fördern und Fordern‘ hat sich bewährt. Ohne die umfassenden Reformen stünden wir beim Arbeitsmarkt nicht so gut da“, so Mager.

Qualifizierung und Beseitigung von Vermittlungshemmnissen stehen beim Kommunalen Jobcenter immer im Vordergrund. „Die im Verhältnis zur Zahl der Leistungsberechtigten niedrige Sanktionsquote von rund drei Prozent zeigt, dass es in der Regel gelingt, zu einer Verständigung zu kommen“, erläutert Mager. Allerdings wünscht sich das Kommunale Jobcenter weitere gesetzliche Vereinfachungen und das Beibehalten von lokalen Spielräumen. „Wir brauchen die Flexibilität vor Ort, zumal wir am besten einschätzen können, welche Angebote wir für die örtliche Wirtschaft vorhalten müssen, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen.“

Offen ist der Landkreis, „Hartz IV“ in Teilen weiterzuentwickeln. „Wir setzen uns dafür ein, dass die Regelungen für Jobcenter und Leistungsempfänger einfacher werden, beispielsweise bei den Sanktionsregelungen bei Jugendlichen, wenn sie einer angebotenen Arbeit nicht nachgehen oder Termine nicht wahrnehmen“, so Mager. Aktuell sieht das Gesetz vor, bei Jugendlichen unter 25 Jahren, die Pflichten verletzen, die Hilfe um bis zu 100 Prozent zu streichen. „Diese strenge gesetzliche Regelung könnte man nach unserem Dafürhalten streichen. Eine einheitliche Sanktionsregelung für alle Leistungsempfänger wäre ausreichend“, ist Bernd Mager überzeugt.