Diese Webseite verwendet Cookies, um das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Direkt zu:
Pressemitteilungen
18.04.2019

Vorbeugen, Schützen, Impfen 14. Europäische Impfwoche vom 24. bis 30. April 2019

Die 14. Europäische Impfwoche findet in diesem Jahr vom 24. bis 30. April statt. Die seit 2005 jährlich durchgeführte Kampagne unter dem Motto „Vorbeugen, schützen, impfen“ soll auch in diesem Jahr wieder das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen.

„Gemeinsam geschützt. Impfungen wirken.“ Mit diesem zusätzlichen Motto der Weltgesundheitsorganisation WHO sollen alle in ihrer Verantwortung angesprochen werden, mit ihrer Impfung auch andere Menschen zu schützen. Jedes Kind verdient die gleiche Chance, ein gesundes Leben zu führen, und Impfungen stellen einen der ersten entscheidenden Schritte dar, um dies zu erreichen. Dabei geht es nicht nur um den eigenen Schutz vor Infektionskrankheiten. „Indem sie die Weiterverbreitung von Krankheiten blockieren, helfen geimpfte Kinder dabei, Personen in ihrem Umfeld abzuschirmen“, erläutert Dr. Siegfried Eichin, ärztlicher Leiter des Gesundheitsamts Tuttlingen. Dies schließt Geschwister ein, die zu jung für eine Impfung sind, Mitschüler mit besonderen Gesundheitsproblemen sowie auch betagte Großeltern. Die Impfungen von Kindern gegen Hepatitis B im ersten Lebensjahr und gegen das humane Papillomavirus (HPV) vor dem Teenageralter tragen später dazu bei, vor mehreren Krebsarten im höheren Lebensalter zu schützen.

Die Impfung gegen Krankheitserreger, die Lungenentzündung auslösen können, kann mithelfen, die Verwendung von Antibiotika und damit auch die Bedrohung durch antimikrobielle Resistenzentwicklung zu reduzieren. Um Kinder bis weit in ihr künftiges Leben zu schützen, sind auch in späteren Lebensjahren Impfungen erforderlich. Verpasste Impfungen sollten unbedingt nachgeholt werden, da Krankheiten wie Masern, Tetanus oder Diphtherie in jedem Lebensalter gefährlich sind. Rötelninfektionen stellen eine besondere Gefahr für das ungeborene Kind dar, weswegen der Impfschutz schon vor der Schwangerschaft so wichtig ist. Im Laufe der Zeit kann es zur Abnahme der Schutzwirkung kommen, weswegen gerade im Erwachsenenalter bestimmte Auffrischungsimpfungen notwendig werden, um geschützt zu bleiben. Beispiele dafür sind Wundstarrkrampf oder Diphtherie.

Gerade bei der Masernimpfung ist derzeit wieder vermehrt Grund zur Sorge, da viele Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend gegen Masern geimpft sind. „So hatten wir in diesem Jahr hier im Landkreis Tuttlingen bereits drei Masernfälle. Dabei sind keineswegs nur Kinder betroffen, die meisten der erkrankten Personen waren älter als 15 Jahre“, schildert Dr. Siegfried Eichin. „Alle nach 1970 Geborenen sollten daher auf ihren Masern-Impfschutz achten und verpasste Impfungen nachholen.“

Zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung waren im Untersuchungsjahr 2017/2018 im Landkreis Tuttlingen lediglich bei 88,5% der vorgelegten Impfbücher ein vollständiger Impfschutz gegen Masern vorhanden. „Das ist zu wenig, um eine Weiterverbreitung zuverlässig zu verhindern, hierfür wäre eine Impfrate von 95% notwendig“, befürchtet Dr. Eichin und appelliert an alle, für sich selbst und ihre Kinder den Impfschutz zu überprüfen und Impflücken zu schließen. Damit sind nicht nur die Geimpften selbst geschützt, sondern sie verhindern auch eine Weiterverbreitung der Krankheitserreger und zeigen damit Verantwortung für ihre Mitmenschen.

Im Internet finden sich umfassende Informationen zu Impfungen unter www.impfen-info.de oder www.mach-den-impfcheck.de. Fragen rund ums Impfen beantwortet auch das Gesundheitsamt in der Zeit von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr telefonisch unter 07461/926-4204. Auch ein persönlicher Impfcheck ist bei Vorlage des Impfbuches dort möglich.