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Pressemitteilungen
25.02.2019

Regionalkonferenz zum Naturparkplan in Tuttlingen durchgeführt

Tuttlingen: Zur ersten Regionalkonferenz im Rahmen der Fortschreibung des Naturparkplans konnte Landrat Stefan Bär als 1. Vorsitzender des Naturpark Obere Donau e. V. zahlreiche Gäste im Sitzungssaal des Landratsamtes begrüßen. Nachdem über ein Jahr hinweg in Workshops mit Experten und Vertretern von Verbänden Ziele und daraus abgeleitete Projektvorschläge für die Naturparkarbeit in den nächsten 10 Jahren erarbeitet wurden sollten diese nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Wir wollen damit sicherstellen, dass unser erarbeiteter Plan auf breiter gesellschaftlicher Basis steht“, so Stefan Bär.

Die 30 Teilnehmer vom Bürgermeister, Gemeinderat, Naturschutz- und Vereinsvertreter bis hin zum Touristiker aus dem gesamten westlichen Naturparkgebiet, wurden anschließend von den Mitarbeitern des mit der Erstellung des Naturparkplans beauftragten Büros Neulandplus, über die bisher in Workshops und Klausurtagungen erarbeiteten Planinhalte informiert. Spannend wurde es immer dann, wenn jeweils im Anschluss zu den insgesamt sechs Handlungsfeldern um Ergänzungen und kritische Anregungen gebeten wurde. Intensiv diskutiert wurden beispielsweise die Ziele und Projektvorschläge des Naturparks zu einem sanften, nachhaltigen Tourismus im Naturparkgebiet oder auch die Themenbereiche Naturschutz, nachhaltige Landnutzung sowie Kultur und Tradition. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Naturpark in seiner fast vierzigjährigen Geschichte schon manches erfolgreiche Projekt gestemmt hat, dass es aber auch noch viele anstehende Aufgaben gibt. So gilt es neben der erfolgreichen Weiterführung der Arbeit des Hauses der Natur in Beuron oder dem Betrieb des Naturpark-Expresses, stärker noch als bisher, auf der ganzen Fläche des Naturparks ein Naturparkbewusstsein zu entwickeln und bestehende Initiativen und Projekte noch besser über Verwaltungsgrenzen hinweg miteinander zu vernetzen. „Eine große, aber auch eine sehr interessante Aufgabe in einem so weitläufigen und heterogenen Gebiet, welches sich über zwei Regierungsbezirke, vier Landkreise und 56 Gemeinden erstreckt“, so der Geschäftsführer Bernd Schneck. Auf einer Strecke von 100 Kilometer zieht sich der Naturpark Obere Donau entlang der Donau und schließt dabei auch den gesamten Großen Heuberg und Teile des Albvorlandes bis Schömberg ein. Im Süden greift der Naturpark weit über die Hegaualb aus, bis teilweise direkt an die Kreisgrenze zum Landkreis Konstanz.

Als Ergebnis dieser 1. Regionalkonferenz konnte Landrat Bär feststellen, dass einzelne Ergänzungen und Klarstellungen in den Entwurf des Naturparkplans noch einzuarbeiten sind, die Gesamtausrichtung aber stimmt und die Ziele breite Akzeptanz finden. Als nächste Schritte stehen nun die Regionalkonferenzen in den Landkreisen Zollernalb und Sigmaringen an. Im Mai soll das fertige Planwerk bei der Mitgliederversammlung des Naturparkvereins abschließend diskutiert und verabschiedet werden. Zum Abschluss ist dann eine Übergabe an Minister Peter Hauk vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) geplant, aus dessen Haus auch die jährlichen Naturparkfördergelder für die Region stammen, die im Jahr 2019 sich auf ca. 390.000 € belaufen.