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Pressemitteilungen
17.04.2015

Landkreis Tuttlingen beteiligt sich an Studie zur Gesundheitsversorgung

Ziel: Bestandsaufnahme und Verbesserung der ärztlichen Versorgung

„Was passiert, wenn die letzte im Ort ansässige Arztpraxis oder wenn der Apotheker altersbedingt schließt und keinen Nachfolger findet? Wie lange ist der Anfahrtsweg zum Arzt oder zum nächsten Krankenhaus? Das sind Fragen, die viele Menschen umtreiben. Eine gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum ist unverzichtbar“, so Landrat Stefan Bär. Bereits heute zeichne sich ab, dass es immer schwieriger werde, Lücken in der Versorgung zu schließen. „Daher bauchen wir neue Ideen und Konzepte, um der Bevölkerung auch in Zukunft eine hervorragende Gesundheitsversorgung zu bieten“.

Der Landkreis Tuttlingen steht in der Klinik- und Fachärzteversorgung noch gut da. Schwierig ist es aber schon heute, Ärzte zu finden, die sich im ländlichen Raum als „Landarzt“ niederlassen wollen. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, bedarf es deswegen Initiativen, wie beispielsweise die von jungen Ärzten gestartete Kampagne „DonauDocs - Ärzte für Tuttlingen“, die von der Stadt und dem Landkreis unterstützt wird.

Eine neue Studie der Industrie- und Handelskammer - bei der sich auch der Landkreis Tuttlingen beteiligt - nimmt seit diesem Jahr die Gesundheitsversorgung in der Region besonders unter die Lupe und will die Versorgungssituation detailliert und umfassend darstellen. Im Rahmen einer Bestandsaufnahme sollen die Angebote im Bereich der gesundheitlichen Versorgung und deren räumliche Verteilung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg erfasst werden. Hierzu zählen auch Krankenhäuser, Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken, Pflegeheime und -dienste, sowie Krankentransportunternehmen.

„Wir wollen mittels dieses neuen Gesundheitsatlasses Versorgungsstrukturdaten aufbereiten und damit weiterführende Schritte einleiten, um Konzepte zur Sicherung einer zukunftsfähigen Versorgung im Landkreis Tuttlingen und in der gesamten Region vorzuschlagen“, verdeutlicht Sozialdezernent Bernd Mager, der neben weiteren Vertreter der Landkreise und der IHK mit der inhaltlichen Ausgestaltung der Studie betraut ist. Der Gesundheitsatlas wird von Herrn Prof. Axel Olaf Kern von der Hochschule Ravensburg-Weingarten verantwortet. Erste Ergebnisse sind bis Ende Mai 2015 zu erwarten. Ziel ist, mit einem Gesamtkonzept eine qualitativ hochwertige und flächendeckende medizinische und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten. „Dies soll sowohl den Interessen der Einwohner weitestgehend entsprechen, wie auch Anreize schaffen, den Beruf des Landarztes und die Pflegeberufe für Nachwuchskräfte attraktiv zu machen“, so Landrat Bär.