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Pressemitteilungen

Elektronisches Rezept ab November im Landkreis Tuttlingen

Im Rahmen des in Tuttlingen bereits laufenden Modellprojektes „docdirekt“ startet im November das Projekt GERDA – „Geschützter e-Rezept Dienst der Apotheken“. In der Modellregion Landkreis Tuttlingen und Stuttgart wird das elektronische Rezept für gesetzlich Versicherte erstmalig in Baden-Württemberg eingeführt.

Ins Leben gerufen haben das Projekt „GERDA“ die Landesapothekerkammer und der Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Um den E-Rezeptdienst „GERDA“ in die Praxis umzusetzen, stellt das Ministerium für Soziales und Integration Fördermittel von rund einer Million Euro zur Verfügung. Gebunden ist das Ausstellen des elektronischen Rezeptes derzeit an das Telemedizinangebot docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Bei docdirekt können sich gesetzlich Versicherte per Videotelefonie, Chat oder Telefon kostenlos von einem niedergelassenen Arzt telemedizinisch beraten lassen. Ein elektronisches Rezept konnten die Tele-Ärzte bisher jedoch nicht ausstellen.

„Wir freuen uns, dass der Landkreis Tuttlingen für GERDA als Modellregion ausgewählt wurde. In Sachen Telemedizin nehmen wir mittlerweile eine Vorreiterrolle ein und sind erneut Pionierlandkreis für ein Telemedizinprojekt“, freut sich Landrat Stefan Bär.

Die Pressesprecherin der Landesapothekerkammer, Stephanie Köppinger, erläutert: „Zunächst wird GERDA in den Apotheken des Landkreises Tuttlingen und in Stuttgart getestet. Die Tele-Ärzte von docdirekt können die e-Rezepte verschlüsselt an GERDA übermitteln. Anschließend kann der Patient frei entscheiden, in welcher Apotheke das e-Rezept zugewiesen werden soll. Es ist geplant, dass GERDA Anfang 2020 in ganz Baden-Württemberg in Apotheken zur Verfügung steht.“

Bei GERDA handelt es sich um einen sicheren Rezeptspeicher, der von Arzt, Patient und Apotheke benutzt werden kann. Die freie Apothekenwahl und der Datenschutz spielen dabei eine zentrale Rolle. Deshalb wird das zurzeit sicherste Verschlüsselungsverfahren im Rahmen des Projektes angewendet. Der Patient behält die Hoheit über das Rezept. Er kann auf das verschlüsselte elektronische Rezept zugreifen und frei entscheiden, welche Apotheke das e-Rezept beliefern soll. Der Patient kann über den aktuellen Stand von der Apotheke informiert werden. Außerdem ist für den Patienten ersichtlich, wann die Medikamente abgeholt werden können bzw. wann sie von der Apotheke gebracht werden. Die elektronische Übermittlung von Rezepten an Apotheken soll aber keine Pflicht für Patienten oder Apotheken werden.

Während der Pilotphase von GERDA können zunächst die in der gesetzlichen Krankenversicherung verwendeten Rezepte elektronisch ausgestellt werden. Schritt für Schritt wird GERDA dann auch für andere Verordnungstypen ausgeweitet, sodass es in Zukunft auch möglich sein soll, Heil- und Hilfsmittelverordnungen elektronisch zu verordnen.

Weitere Informationen zu GERDA und docdirekt unter:

www.docdirekt.de

www.lak-bw.de

docdirect: von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr, kostenfreie Onlinesprechstunde von niedergelassenen Haus- und Fachärzten,
für gesetzlich Versicherte unter Telefon 0711/96589700 oder www.docdirekt.de