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Pressemitteilungen
19.04.2018

»Vorbeugen. Schützen. Impfen.« 13. Europäische Impfwoche vom 23. bis 29. April 2018

Die seit 2005 jährlich veranstaltete Europäische Impfwoche soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen. Auch der Landkreis Tuttlingen beteiligt sich mit Informationen zum hohen Nutzen der Impfungen. Die diesjährige Europäische Impfwoche steht unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen“.

Jedes Kind verdient die gleiche Chance, ein gesundes Leben zu führen, und Impfungen stellen einen der ersten entscheidenden Schritte dar, um dies zu erreichen. Dabei geht es nicht nur um den eigenen Schutz vor Infektionskrankheiten. „Indem sie die Weiterverbreitung von Krankheiten blockieren, helfen geimpfte Kinder dabei, Personen in ihrem Umfeld abzuschirmen“, erläutert Dr. Siegfried Eichin, ärztlicher Leiter des Gesundheitsamtes Tuttlingen. Dies schließt Geschwister ein, die zu jung für eine Impfung sind, Mitschüler mit besonderen Gesundheitsproblemen sowie betagte Großeltern.

Die Impfungen von Kindern gegen Hepatitis B im ersten Lebensjahr und gegen das humane Papillomavirus (HPV) von  Mädchen vor dem Teenageralter tragen später dazu bei, sie vor mehreren Krebsarten im höheren Lebensalter zu schützen. Die Impfung gegen Krankheitserreger, die Lungenentzündung auslösen können, kann mithelfen, die Verwendung von Antibiotika und damit auch die Bedrohung durch antimikrobielle Resistenzentwicklung zu reduzieren.

Um Kinder bis weit in ihr künftiges Leben zu schützen sind auch in späteren Lebensjahren Impfungen erforderlich. Verpasste Impfungen sollten unbedingt nachgeholt werden, da Krankheiten wie Masern, Tetanus oder Diphtherie in jedem Lebensalter gefährlich sind. Rötelninfektionen stellen eine besondere Gefahr für das ungeborene Kind dar, weswegen der Impfschutz schon vor der Schwangerschaft so wichtig ist. Im Laufe der Zeit kann es zur Abnahme der Schutzwirkung kommen, weswegen gerade im Erwachsenenalter bestimmte Auffrischungsimpfungen notwendig werden, um geschützt zu bleiben, Beispiele hierfür sind Wundstarrkrampf oder Diphtherie.

Aber auch bei der Masernimpfung bleibt Grund zur Sorge, da viele Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend gegen Masern geimpft sind. So waren seit 2015 rund die Hälfte aller in Baden-Württemberg an Masern erkrankten Personen älter als 15 Jahre. Allen nach 1970 geborenen Personen empfiehlt das Gesundheitsamt daher auf ihren Masern-Impfschutz zu achten und verpasste Impfungen nachzuholen. Besondere Impfempfehlungen gibt es für Menschen mit besonderen Risiken aufgrund ihres Alters, Berufs, Lebensstils oder Gesundheitszustands. Dazu zählen ältere Menschen, chronisch Kranke, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Schwangere oder auch Reisende abhängig vom Reiseland.

Gegen das Masernvirus sind in Baden-Württemberg 95 % der vier-bis fünfjährigen Kinder wenigstens einmal und 89 % der Kinder zweimal geimpft. Das ergab die Auswertung der aktuellen Einschulungsuntersuchung (Stand 01.03.2018). Im Landkreis Tuttlingen entsprechen die Impfquoten mit 94,5% bzw. 88,6% dem Landesdurchschnitt. Auch diese Zahlen belegen, dass Impfungen nicht nur im Kindesalter zu den wichtigsten Maßnahmen gehören, um schwerwiegenden Krankheiten vorzubeugen und zur weltweiten Ausrottung bestimmter Infektionskrankheiten beizutragen.

Im Internet finden sich umfassende Informationen unter www.impfen-info.de oder www.mach-den-impfcheck.de. Fragen rund ums Impfen beantwortet auch das Gesundheitsamt in der Impfwoche von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr telefonisch unter 07461/926-4204. Auch ein persönlicher Impfcheck ist bei Vorlage des Impfbuches dort möglich.