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Pressemitteilungen
29.10.2020

»Pakt für Integration«: Kommunen im Kreis erhalten erneut finanzielle Hilfen für die Integration von Flüchtlingen

Auch in diesem Jahr erhalten unsere Kommunen im Landkreis durch das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss für Flüchtlinge, die im Rahmen der sogenannten „Anschlussunterbringung“ in den Städten und Gemeinden leben. Diese „Pro-Kopf-Pauschale“ betrug im letzten Jahr ca. 1.005 EUR für jeden Flüchtling der zwischen dem 01.01.2015 und dem 29.02.2016 nach Deutschland eingereist ist. Im Jahr 2019 sind über 1,3 Mio. Euro in die Kommunen des Landkreises geflossen, um die Integration von Flüchtlingen zu unterstützen.

In diesem Jahr fällt die „Pro-Kopf-Pauschale“ jedoch deutlich geringer aus. Das Land hat den Zuschuss von 90 Mio. EUR auf 15 Mio. EUR gekürzt. Der Zuschuss im Rahmen des „Pakt für Integration“ wird in diesem Jahr letztmalig ausgezahlt.

Das Amt für Aufenthalt und Integration hat in enger Abstimmung mit dem Ausländeramt und den Kommunen die Anzahl der Flüchtlinge erhoben, die zum Stichtag 15. September 2020 in den Städten und Gemeinden im Landkreis leben.

Insgesamt leben aktuell 1.334 Flüchtlinge in unseren Kreisgemeinden, die in der Zeit vom 1. Januar 2015 bis 29. Februar 2016 nach Deutschland eingereist sind. Dieser Einreisezeitpunkt ist Grundlage für die Auszahlung der „Pro-Kopf-Pauschale“. Wie hoch der Zuschuss konkret pro Kopf sein wird, steht derzeit noch nicht fest. „Aufgrund der massiven Kürzung durch das Land gehen wir in diesem Jahr von rund 100 - 200 EUR pro Flüchtling aus“, erklärt Sozialdezernent Bernd Mager.

Integrationsmanager

„Neben der „Pro-Kopf-Pauschale“ sind die Integrationsmanager eine weitere Säule im Rahmen des „Pakt für Integration“. Aktuell sind 12 Integrationsmanager in den Kommunen im Landkreis Tuttlingen im Einsatz. Ihre Aufgabe ist es, Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen. Beispielsweise bei der Vermittlung von Sprachkursen, der Arbeitsplatzsuche und der Vermittlung von Ausbildungsstellen.

„Es freut uns, dass die Finanzierung der Integrationsmanager vom Land zumindest auch im kommenden Jahr zugesagt wurde. Wir setzen uns weiterhin beim Land dafür ein, dass dieses wichtige Integrationsinstrument dauerhaft vom Land finanziert und damit erhalten bleibt“, so Landrat Stefan Bär. „Die Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen bleibt eine große Herausforderung für uns alle“, erklärt Bär mit Blick in die Zukunft.