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Pressemitteilungen
20.11.2018

»Digitaler L@ndkreis Tuttlingen« - Landkreis Tuttlingen entwickelt Strategie für Mobilfunkausbau

Der Landkreis Tuttlingen entwickelt im Rahmen des Förderwettbewerbs „Digitale Zukunftskommune@bw“ zusammen mit der Hochschule Furtwangen und der Daimler AG eine Strategie für den Mobilfunkausbau. Das Ziel ist die Stärkung und Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes im Landkreis.

Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels ist eine flächendeckende, leistungsfähige und zuverlässige Mobilfunkversorgung Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse, Teilhabe an unserer Gesellschaft sowie Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. In den nächsten Jahren soll der neue 5G-Mobilfunkstandard in Deutschland eingeführt werden und die Schlüsseltechnologie für eine umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft legen.

Doch bei der Versteigerung der 5G-Lizenzen droht die Benachteiligung ländlicher Gebiete. „Daher besteht in Regionen wie in unserem Landkreis Tuttlingen die besondere Herausforderung, eine leistungsfähige Mobilfunkversorgung zu gewährleisten“, erläutert Landrat Stefan Bär. „Diese ist besonders wichtig, da viele Unternehmen im ländlichen Raum auf ein schnelles Mobilfunknetz angewiesen sind. Auch der Bedarf unserer Bürgerinnen und Bürger steigt immer weiter an.“ Jörg Sattelmayer, Stabsstelle für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, ergänzt: „Ob öffentlicher Nahverkehr, die gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum oder das Zukunftsthema autonomes Fahren - für viele Bereiche bietet die 5G-Technologie neue Ansatzpunkte.“

Hier setzt das Projekt „Digitaler L@ndkreis Tuttlingen“ an, das durch das Land Baden-Württemberg mit 44.000 Euro gefördert wird. Im Rahmen des Wettbewerbs „Digitale Zukunftskommune@bw“ fördert das Land Baden-Württemberg Strategien von Kommunen, die sich zu digitalen Zukunftskommunen mit sich an den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen orientierten Lösungen entwickeln möchten. Der Landkreis Tuttlingen gewann dabei als einer von fünf Landkreisen in Baden-Württemberg die Fördergelder.

Die Federführung für das Projekt liegt beim Dezernat für Wirtschaft, Kreisentwicklung und Kultur des Landratsamtes Tuttlingen. Die Hochschule Furtwangen wird das Vorhaben im Rahmen eines Forschungsauftrags durchführen. Dabei sollen die langjährigen Erfahrungen des Lehrstuhls „Digitale Infrastrukturen im ländlichen Raum“ in der Entwicklung von Strategien zum Breitbandausbau in die Projektarbeit einfließen. Unterstützt wird das Projekt durch die Daimler AG, die auf der neu eröffneten Teststrecke in Immendingen unter anderem das Zukunftsthema des autonomen Fahrens erforscht und die Anforderungen an das Mobilfunknetz aus Sicht der Wirtschaft und des autonomen Fahrens beisteuern wird. „Durch die Zusammenarbeit von Hochschule Furtwangen, der Daimler AG und dem Landkreis ergeben sich umfassende Möglichkeiten, eine praxisnahe Strategie für eine bedarfsgerechte Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum zu entwickeln“, freut sich Landrat Stefan Bär.

Das Ziel des Projekts ist eine Ist-Analyse der Netzabdeckung im Landkreis, die Identifizierung von Versorgungslücken, ein Soll-Ist-Vergleich mit den Anforderungen aus der Wirtschaft bezüglich des Mobilfunks und darauf aufbauend die Entwicklung von Szenarien und Strategien zur Stärkung und Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes im Landkreis Tuttlingen unter besonderer Berücksichtigung des künftigen 5G-Standards. Aus diesen Strategien wird ein konkretes Pilotvorhaben abgeleitet mit einer planerischen Konzeption des Netzausbaus im Landkreis Tuttlingen. „Mit dem Projekt „Digitaler L@ndkreis Tuttlingen“ wollen wir die Dateninfrastruktur im Landkreis stärken, um die Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels bewältigen und nutzen zu können“, betont Jörg Sattelmayer. „Hiermit schaffen wir einen weiteren Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises.“