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20.08.2021

Klinikum Landkreis Tuttlingen verzeichnet wieder erste Corona-Patienten

Corona meldet sich zurück am Klinikum Landkreis Tuttlingen: Nach Wochen ohne einen einzigen Verdachts- und bestätigten CoViD-Fall kam es in dieser Woche zu ersten Aufnahmen von CoViD-Patienten im Klinikum Landkreis Tuttlingen. Fünf Verdachtsfälle haben sich nun bestätigt. 

Bei den neuen Patienten handelt es sich durchgehend um jüngere Personen, die stationär behandlungsbedürftige Symptome aufweisen. Zwei weitere CoViD-Erkrankte wurden, lebensbedrohlich erkrankt, direkt auf die Intensivstation eingewiesen.

Es zeichnet sich auf Grund dieser Entwicklungen ab, dass die Pandemie im Herbst im Landkreis Tuttlingen in eine vierte Welle übergehen wird – damit rechnen die Mediziner. Auch wenn es sich dann um vorwiegend jüngere Patienten in den Kliniken handeln wird, sind schwere Verläufe zwar seltener als bei Betagten und Hochbetagten, aber auch nicht ausgeschlossen.

In Hinblick auf eine sichere Gesundheitsversorgung gibt den Beschäftigten im Klinikum Landkreis Tuttlingen noch ein weiterer Faktor zu bedenken: „Man kann nicht davon ausgehen, dass die ungewöhnlich niedrige Zahl an Grippeerkrankungen im vergangenen Jahr, die das Gesundheitssystem entlastet hat, sich dieses Jahr auf gleichem Niveau bewegen. Das gleichzeitige Auftreten von CoViD- und Grippe-Fällen könnte dann zu einer vorübergehend stärkeren Belastung der Kliniken führen“, erklärt der Geschäftsführer Dr. Sebastian Freytag.

Das Klinikum ist vorbereitet auf einen erwarteten Anstieg von Patientenzahlen. Ob die bevorstehende Welle ähnlich schlimm wie die letzten Wellen wird, kann noch keiner sagen. Allerdings könnte durch mehr Impfungen in der Bevölkerung dem Klinikpersonal und auch den erkrankten Bürgerinnen und Bürgern einiges erspart bleiben – es könnten sogar Leben gerettet werden.

„Es ist jetzt die letzte Gelegenheit, sich vor dem Herbst durch eine Impfung zu schützen, da ein voller Impfschutz erst einige Tage nach der zweiten Impfung besteht. Aus medizinischer Sicht unter Abwägung des Nutzens und der Risiken einer Impfung kann ich dazu nur dringend raten“, plädiert der Ärztliche Direktor und Chefarzt des Klinikums, Dr. Michael Kotzerke.