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Infos Coronavirus COVID-19
27.09.2021

Corona im Rückblick KW38

Landratsamt Tuttlingen verändert Kommunikation

Aktuelle Fallzahlen
Der Landkreis Tuttlingen verzeichnet Stand heute 2 Neuinfektionen mit Covid-19. 2 Mutationsfälle (Deltavariante) aus den letzten Tagen konnten nachgewiesen werden. Die Delta-Variante ist die vorherrschende Variante, die Fallzahlen im Landkreis Tuttlingen gehen, entsprechend dem Bundestrend, leicht zurück.

Es befinden sich 5 Covid-Patienten stationär im Klinikum, drei der 5 Personen befinden sich auf der Intensivstation, zwei Person gehobenen Alters werden beatmet. 3 der 5 Personen sind nicht geimpft. Die beiden geimpften Personen sind über 80. Das Klinikum hat derzeit einen Verdachtsfall.

Wir haben keinen neuen Todesfall zu verzeichnen.

Heute liegt der Inzidenzwert bei 93. Aktuell liegt der Landesdurchschnitt bei einer Inzidenz von 83.

Im Zeitraum vom 13. Bis 23. September 2021 waren von 242 positiven Fällen 192 nicht geimpft. Das entspricht einer Quote nichtgeimpfter Infizierter von 83 Prozent.

Das aktuelle Dashboard finden Sie unter https://www.arcgis.com/apps/dashboards/eda888f32ddd42a1881a19ea8c9a0623 

Einführung des dreistufigen Warnsystems

Seit dem 16. September 2021 gilt in Baden-Württemberg ein dreistufiges Warnsystem. Dies bedeutet, dass es künftig strengere Regelungen bei sich abzeichnender Überlastung der Krankenhäuser geben wird. Das Warnsystem gliedert sich in die Basisstufe, Warnstufe und Alarmstufe. Die Warnstufe wird ausgerufen, wenn landesweit die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 8,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Wird die Alarmstufe ausgerufen, so gilt, dass die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 12,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 390 erreicht oder überschreitet. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der Hospitalisierungsinzidenz, die ab sofort als wesentlicher Maßstab für die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen gelten wird? Im Besonderen die Anzahl der stationär zur Behandlung aufgenommenen COVID-19-Patienten je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sollen künftig den neuen Berechnungen zu Grunde gelegt werden. Der Schwellenwert ist jeweils unter Berücksichtigung der regionalen stationä­ren Versor­gungskapazitäten festzusetzen mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der regionalen sta­tionären Versorgung zu vermeiden. Jedes Bundesland legt diesen Wert selbst fest und entwickelt entsprechende Schutzmaßnahmen.

Die medizinische Maskenpflicht ab 6 Jahren bleibt, mit einigen wenigen Ausnahmen, weiterhin bestehen und Bürgerinnen und Bürger sind dazu angehalten weiterhin Abstand zu halten, Hygieneregelungen zu beachten, in Innenräumen regelmäßig zu lüften und die Corona-App zu nutzen.

Für Ungeimpfte bringt die neue Corona-Verordnung Änderungen mit sich, hier greifen künftig strengere Regeln. Im Besonderen in der Alarmstufe wirken sich diese in nahezu allen Lebensbereichen aus. Laut der 2-G-Regelung haben dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu öffentlichen Veranstaltungen, in Kultureinrichtungen wie Galerien und Museen, zu Messen, Ausstellungen und Kongressen, zu Freizeiteinrichtungen, zum touristischen Verkehr, zum Einzelhandel und zu außerschulischen Bildungseinrichtungen. Der Besuch von Sportkursen und Sportveranstaltungen, Bar- und Restaurantbesuche sowie der Besuch von Diskotheken ist je nach Stufe Geimpften und Genesenen vorbehalten. Innerhalb der Warnstufe ist ein PCR-Test für den Aufenthalt in geschlossenen Räumen unerlässlich. Testungen mittels Schnelltest sind dann nicht mehr ausreichend. Eine gute Übersicht für alle wichtigen Lebensbereiche liefert das durch das Staatsministerium herausgegebene Merkblatt.

Veränderte Kommunikation

Bereits in den vergangenen 14 Tagen wurde kommuniziert, dass wir mit Neuerung der CoronaVO auch die Zahlen des Dashboards auf das dreistufige Warnsystem hin anpassen würden. Ab Dienstag, dem 28. September 2021 werden, neben den Zahlen des Landes (Inzidenz, Hospitalisierungsinzidenz, Belegung der Intensivbetten) auch die Zahlen des Landkreises (Inzidenz und Hospitalisierungsinzidenz) innerhalb des Dashboards auf der Internetseite veröffentlicht werden. Ab diesem Zeitpunkt wird auf die gemeindescharfe Darstellung der Neuinfektionen verzichtet. Bereits seit dem 16. September 2021 gilt die neue CoronaVO und der Weg führt schrittweise zurück zur Normalität. Seither gelten die Zahlen auf Landesebene, so dass diese künftig als relevante Größe auf der Internetseite des Landratesamtes Tuttlingen veröffentlicht werden. Die tägliche Lagemeldung via E-Mail wird ebenfalls eingestellt.

Fallzahlen von Juli bis Oktober 2021

Vom 1. Juli 2021 bis 31. August 2021 infizierten sich 302 Personen mit dem Corona-Virus. Vom 1. September 2021 bis 27. September 2021 waren es insgesamt 519. Ende August schnellten die Fallzahlen im Landkreis Tuttlingen wieder in die Höhe, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund vier Wochen früher. 

Klinikzahlen

Seit dem 20. August 2021 verzeichnet auch das Klinikum Landkreis Tuttlingen nach einer sechswöchigen Sommerpause wieder stationäre Covid-Patienten. Nach Wochen ohne einen einzigen Verdachts- und bestätigten CoViD-Fall kam es in der KW 33 wieder zu ersten Aufnahmen von CoViD-Patienten im Klinikum Landkreis Tuttlingen. Aktuell befinden sich noch fünf Personen in stationärer Behandlung, darunter zwei Patienten mit vollständigem Impfschutz, im besonderen betagte Personen. Eine Intensivbehandlung ist derzeit für drei Patienten notwendig. Bei den Patienten handelte es sich durchgehend um jüngere Personen, die stationär behandlungsbedürftige Symptome aufwiesen.

Aufgrund dieser Entwicklungen zeichnete sich ab Herbst für den Landkreis Tuttlingen eine vierte Welle ab. Diese scheint sich jedoch nicht zu bestätigen. Die aktuellen Zahlen deuten einen Abwärtstrend an.

Aktuelle Teststrategie im Landkreis Tuttlingen 

Bereits in der vergangenen Woche hat das Gesundheitsamt die Testzentren bzgl. der Aufrechterhaltung des Testangebotes befragt. Hintergrund ist, dass spätestens ab dem 11. Oktober 2021 die kostenlosen Tests entfallen, sondern kostenpflichtig werden. Laut Berechnung werden für einen Schnelltest rund 25 Euro oder für einen PCR-Test rund 90 Euro erhoben, die von Bürgerinnen und Bürgern selbst zu tragen sind. Personen die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, sind von dieser Regelung ausgenommen. 

Nach Rücksprache halten 17 Testzentren das Testangebot vorerst aufrecht (Übersicht hier). Drei Testzentren haben bereits mitgeteilt, dass sie ihr Angebot nicht aufrecht halten werden, sieben Testzentren befinden sich noch in der Abklärung. Zu erwarten ist, dass sich das Angebot in den kommenden Wochen mehrfach verändern wird. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern wird empfohlen, sich tageaktuell auf der Internetseite des Landratsamtes zu informieren.

PCR-Tests auf Selbstzahlerbasis können im Landkreis in vier Corona-Teststellen durchgeführt werden (z.B. zur Freitestung aus der Quarantäne bei engen Kontaktpersonen nach fünf Tagen).

Betriebseinstellung KIZ

Über die aktuelle Corona-Situation und die Betriebseinstellung des Kreisimpfzentrums wurde u. a. in der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit berichtet.

Inbetriebnahme des KIZ: 22. Januar 2021
Schließung: 30. September 2021
Mobile Teams: Einsatz wurde um 14 Tage verlängert

Dezember 2020: Beauftragung des Landes, dass Landkreise Impfzentren einrichten sollen

Januar 2021: Seit dem Start der bundesweiten Impfkampagne wurden über mobile Teams und das KIZ rund 95.000 Impfungen vorgenommen => zu Beginn mangelte es im Besonderen an Impfstoff, die Terminvergabe gestaltete sich schwierig, Priorisierung der Impfberechtigten stellte durchaus vor Herausforderungen

April 2021: Niedergelassene Ärzte werden ins Boot geholt und impfen ebenfalls

Juni 2021: Nachfrage nach Impfstoff ebbt erstmals spürbar ab, auch bei niedergelassenen Ärzten ist dieser Trend spürbar

Juli 2021: im Kiz werden Impfungen über das sogenannte „offene Impfen“ ohne Terminvergabe angeboten, auch der Impfstoff ist für Bürgerinnen und Bürger frei wählbar; immer neue Sonderimpfaktionen unterstützen dabei, alle gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen

August 2021: STIKO gibt Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren frei

September 2021: STIKO empfiehlt auch Schwangeren eine Impfung

Impfquote im Landkreis Tuttlingen

Bis Ende der Woche (KW 38) wurden einschließlich der Impfungen in den Arztpraxen rund 157.123 Impfungen verabreicht, davon entfallen 77.333 Impfungen auf Erstimpfungen und 78.330 auf Zweitimpfungen. Inzwischen wurden 1.460 Drittimpfungen erfolgreich verabreicht. Die Impfquote des Landkreises Tuttlingen liegt offiziell bei um die 57 Prozent. Die von Betriebsärzten verabreichten Impfdosen werden in der Impfstatistik nicht geführt. Deshalb ist grundsätzlich von einer höheren Impfquote auszugehen. 

Entschädigungsansprüche geltend machen: Keine automatische Absonderungsbescheinigung mehr für positiv getestete Personen und Kontaktpersonen

Das Gesundheitsamt informiert darüber, dass ab Montag, dem 27. September 2021 keine automatischen Absonderungsbescheinigungen mehr an positiv getestete Personen oder Kontaktpersonen verschickt werden. Diese haben bislang die Gemeinden (Ortspolizeibehörden) für ihre Bürgerinnen und Bürger erstellt. Ab sofort wird nur noch auf Verlangen der betroffenen Person eine Absonderungsbescheinigung von der zuständigen Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Gemeinden wurden über das neue Vorgehen vom Gesundheitsamt informiert. Notwendig wurde diese Anpassung durch Veränderungen in der neuen Corona-Verordnung Absonderung. Hiernach können sich Kontaktpersonen im Rahmen der zehntägigen Quarantänedauer am fünften Tag mittels negativem PCR-Test und am siebten Tag mit negativem Schnelltest „freitesten“. Eine pauschale Bescheinigung der Quarantänedauer ist somit nicht mehr möglich. Bei positiv getesteten Personen bleibt es bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen. Allerdings wird auch hier nur auf Verlangen der Person eine Absonderungsbescheinigung erstellt. Eine Absonderungsbescheinigung ist für etwaige Entschädigungsansprüche notwendig. Über Entschädigungsansprüche entscheidet das zuständige Regierungspräsidium. Betroffene Personen wenden sich bei Bedarf an ihre Gemeinden und bitten um eine individualisierte Absonderungsbescheinigung (evtl. auch durch Vorlage eines negativen Testergebnisses bei Kontaktpersonen, die sich „freigetestet“ haben).