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20.08.2021

Änderungen in der Corona-Verordnung und STIKO-Empfehlung sorgen für neuen Schwung beim Impfen

Seit Mitte Juli ebbte die Impfbereitschaft im Landkreis Tuttlingen merklich ab. Nach den Änderungen in der Corona-Verordnung und im Besonderen durch die Empfehlung der STIKO, dass das Impfen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren unbedenklich sei, erklären sich im Landkreis Tuttlingen wieder mehr Menschen für Impfungen bereit. 

Seit Montag, dem 16. August 2021, verzeichnen die Verantwortlichen des KIZ pro Tag zwischen 150 und 250 Impfungen. „Die Impfbereitschaft hat noch einmal zugenommen“, erklärt Bernhard Flad, Mitglied des KIZ-Leitungsteams. „Im Besonderen die Empfehlung der STIKO führt dazu, dass sich Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren für das Impfangebot interessieren und mit ihren Eltern zu den Informationsveranstaltungen kommen“, erklärt Flad das zunehmende Interesse. Seit zwei Wochen veranstaltet das KIZ Informationsabende, zu denen Kinder, Jugendliche mit ihren Eltern, aber auch andere Interessenten eingeladen sind.

Aufgrund des regen Zuspruchs soll die Veranstaltungsreihe künftig einmal wöchentlich, immer montags, um 17 Uhr, fortgesetzt werden.

Das KIZ hat noch bis zum 30. September 2021 geöffnet, Impfwillige können täglich zwischen 8 Uhr und 16 Uhr ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeikommen. „Anschließend muss man sehen wie es weiter geht“, bestätigt Flad das Ende des KIZ. Nach der Schließung des KIZ müssen sich Bürgerinnen und Bürger andere Wege suchen, selbstverständlich können sich Impfwillige dann bei den niedergelassenen Ärzten und Hausärzten weiterhin impfen lassen.

Sorge bereiten dem Gesundheitsamt indes die Reiserückkehrer. Von den neuen Corona-Fällen im Landkreis sind knapp die Hälfte Reiserückkehrer, die sich im Ausland angesteckt haben. Auch im letzten Jahr waren in den Sommermonaten rund die Hälfte der Neuinfektionen Reiserückkehrer. Das Gesundheitsamt rechnet mit einer Zunahme der Fälle im Laufe der Urlaubszeit. „Zwar gibt es auch bei uns „Impfdurchbrecher“ sprich Personen, die einen Vollschutz durch eine Impfung haben und sich trotzdem mit COVID infizieren. Die Symptome sind jedoch in aller Regel sehr milde“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Siegfried Eichin.