Jetzt den Impfschutz gegen Masern überprüfen! 25.04.2012
Anlässlich der europäischen Impfwoche appelliert das Gesundheitsamt zur Überprüfung des Impfschutzes gegen Masern.
Die Woche vom 21.-27.04.2012 wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Europäischen Impfwoche erklärt. Das Gesundheitsamt appelliert aus diesem Anlass an die Bevölkerung, den Impfschutz gegen Masern zu überprüfen.
Der Sozialdezernent des Landkreises, Bernd Mager, betont den hohen Stellenwert von Schutzimpfungen für die Gesundheitsvorsorge. „Durch vorbeugende Schutzimpfungen können eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten sicher verhindert werden“, so Mager, „ein vollständiger Impfschutz bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist daher ein vorrangiges Ziel unseres Gesundheitsamtes“.
Zweimalige Impfung bietet Schutz
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Impfung gegen Masern. Im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen überprüft das Gesundheitsamt daher routinemäßig bei jedem Kind den Impfausweis auf durchgeführte Masernimpfungen. Für einen ausreichenden Schutz sollten hier zwei Impfungen verzeichnet sein. Dazu der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Siegfried Eichin: „Um eine Masernerkrankung sicher zu verhindern, sind zwei Impfungen notwendig. Denn erst durch die Wiederholungsimpfung baut sich ein optimaler Schutz auf“. Das Gesundheitsamt empfiehlt daher, den Impfschutz der Kinder zu überprüfen. Bei Kindern, die erst eine Impfung erhalten haben, sollte jetzt die zweite Impfung nachgeholt werden. Denn wer nicht ausreichend geimpft ist, kann lebenslang an Masern erkranken, auch als Erwachsener. Ist die Erkrankung erst einmal ausgebrochen, gibt es keine spezifische Behandlungsmöglichkeit. Gefürchtet sind dann vor allem lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass allein im Jahr 2006 weltweit etwa 242.000 Kinder an den Folgen einer Maserninfektion gestorben sind.
95% der Kinder müssen geimpft sein
In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Masernimpfschutz im Landkreis Tuttlingen erheblich verbessert. Laut eines aktuellen Berichts des Gesundheitsamtes sind mittlerweile über 90% der Schulanfänger zweimal gegen Masern geimpft. Tuttlingen gehört damit in Baden-Württemberg zu den Landkreisen mit den höheren Impfquoten. Allerdings reicht diese Impfquote noch nicht aus, um eine Masernepidemie sicher zu verhindern. Denn aufgrund der extrem hohen Ansteckungsfähigkeit wird laut Dr. Eichin die Weitergabe des Virus erst dann unterbrochen, wenn mindestens 95% der Bevölkerung zweimal gegen Masern geimpft sind. Ansonsten kann sich die Erkrankung immer wieder ausbreiten. Bis zum Jahr 2015 soll dieser Wert im Landkreis Tuttlingen erreicht sein.
Aktuelle Informationen zu den Themen Masern und Impfungen gibt es beim Gesundheitsamt Tuttlingen unter der Nummer 07461/926 4204 sowie auf einer Internetseite des Ministeriums für Arbeit und Soziales
www.mach-den-impfcheck.de.