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Ehrenamtliche Naturschutzwarte des Landkreises erkunden Hohenkarpfen 03.08.2012 


Die Tagung der ehrenamtlich tätigen Naturschutzwarte des Landkreises fand in diesem Jahr im Naturschutzgebiet Hohenkarpfen, Gemarkung Hausen o.V., statt. Bürgermeister Gustav Schlecht hat die Naturschutzwarte am Fuße des Hohenkarpfen persönlich willkommen geheißen und auf die Bedeutung des Naturschutzes in seiner Gemeinde am Beispiel der Hecken als Landschaftselemente hingewiesen. So könne er sich in seiner Gemeinde sehr gut die Einrichtung eines Heckenlehrpfades vorstellen. Anschließend führten die beiden Naturschutzfachkräfte des Landkreises, Renate Market und Gerhard Hüttl, die zahlreich erschienenen Teilnehmer durch das seit 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesene Gebiet um den Hohenkarpfen. Erörtert wurden grundlegende Informationen über die Geologie des Hohenkarpfen, seine überregionale Bedeutung für den Natur- und Artenschutz sowie zahlreiche seltene Pflanzenarten.

Uwe Riesle, einer der im Gebiet tätigen Landwirte, erläuterte den Erhalt der blütenreichen Wiesenflächen durch das Beweiden mit Rindern und angepasster Mähnutzung. Vom Artenreichtum dieser Wiesen waren viele Teilnehmer beeindruckt. Harald Fehr vom Ziegenhof berichtete über seine Naturschutzarbeit mit Ziegen am Hohenkarpfen. Durch die Beweidung würden die aufwachsenden Bäume und Sträucher kurz gehalten, die typische Alb-Landschaft bleibe offen. Einigkeit unter den Teilnehmern bestand darin, die bereits begonnene Offenhaltung des Hohenkarpfen fortzuführen und auch weiterhin das teilweise stark verwachsene Buschwerk nach und nach auszulichten.

Die Fortbildung wurde im Ziegenhof fortgesetzt. Dort berichtete Elvira Elsäßer, Mitarbeiterin der Naturschutzbehörde des Landkreises, über aktuelle Entwicklungen im Bereich des Naturschutzrechts und den Plänen der Landesregierung, Landschaftserhaltungsverbände in den Landkreisen als Mittler zwischen Landwirtschaft, amtlichem und verbandlichem Naturschutz und den Kommunen einzurichten. Weiter standen auch Informationen über anstehende Natur- und Umweltschutzverfahren, die aktuelle Fördersituation im Bereich des Naturschutzes sowie Kurzberichte über die laufenden Verfahren zur Erstellung der Managementpläne für die Natura 2000-Gebiete im Landkreis auf dem Programm.

2012 Tagung Naturschutzwarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Naturschutzwarte, Landwirte, Grundstückseigentümer und Mitarbeiter der Naturschutzbehörde des Landkreises

Zusatzinformation Naturschutzwarte:
Wer sich für das Ehrenamt des Naturschutzwartes interessiert, kann sich gerne an das Baurechts- und Umweltamt (07461/926-6103) wenden. Hauptaufgabe der Naturschutzwarte besteht in der Überwachung der Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie in der Information und Sensibilisierung der Bevölkerung für den Natur- und Artenschutz.


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