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Pressebericht vom 25.10.2006

CDU-Kreistagsfraktion fordert Einrichtung einer Energieagentur

Tuttlingen. In den Räumlichkeiten der Tuttlinger Wohnbau GmbH informierten sich die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion über Wohnbau- und Infrastrukturmaßnahmen sowie über Handlungsfelder und Trägerschaft einer Energieagentur.

Wohnbaugeschäftsführer Horst Riess betonte die Notwendigkeit und die Bedeutung der „Wohnbau“. Diese gewährleiste einerseits eine nachhaltige Stadtentwicklung andererseits eine kontinuierliche Wirtschaftsförderung. Gerade für das Handwerk seien die jährlichen 5 Mio. Euro Mindestinvestitionssumme der Gesellschaft ein entscheidender Faktor. Vorbildlich ist die Wohnbau mit überdurchschnittlicher Ausbildung. Rund 15 % der 30 Beschäftigten sind Azubis.

Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten, Klimaschutz und Umwelt befasste sich die Fraktion auf Vorschlag von Bürgermeister Klaus Schellenberg, Wurmlingen mit einem zukunftsweisenden Projekt. Er hat als Sprecher des CDU-internen Arbeitskreises „Energie“ die Ausgangslage erarbeitet und möglich Handlungsfelder erkundet. Der Geschäftsführer der Energieberatungen der Landkreise Ravensburg und Biberach, Walter Göppel, brachte den Kreistagsmitgliedern die Aufgabenstellung näher. Auch in Anbetracht der Endlichkeit fossiler Energieträger und der Nutzungsmöglichkeit regenerativer Energien wurde in Oberschwaben schon im Jahr 1999 eine Energieagentur ins Leben gerufen. Dort sind Landkreis, Städte und Kommunen, überörtliche Energieversorger, Stadtwerke sowie interessierte Verbände mit im Boot. Dabei betonte Göppel, dass in Anbetracht des Förderprogramm-Dschungels in der Bevölkerung eine Unsicherheit spürbar sei und die Thematik insgesamt für den Bürger von großer Bedeutung ist. Dies beweise die große Inanspruchnahme der Energieagenturen und Ihrer Zweigstellen im jetzigen Verbreitungsgebiet.
Die CDU-Kreistagsmitglieder bezeichneten eine Energieagentur, die sowohl für private, als auch für Gewerbetreibende Sinn mache, unisono als aktive Wirtschaftsförderung und damit auch als Standortfaktor. In Oberschwaben habe sich gezeigt, dass die Energieagentur mit den örtlichen Ingenieurbüros und Handwerkern Hand in Hand arbeite und Konkurrenz weder sein wolle noch sei. Einigkeit herrschte in der Fraktion darüber, dass in einer der nächsten Kreistagssitzungen ein Antrag auf Einrichtung einer Energieagentur eingebracht werden soll. Dabei stellte Fraktionsvorsitzender Anton Stier, Frittlingen nochmals heraus, für die CDU sei die Beratung der Bürger im Energiebereich ein vordringliches Thema. Auch stehe der Energiepass vor der Türe. Mit einer solchen Energieagentur könnten den Einwohnern des Landkreises wertvolle Hilfestellungen zur Energieeinsparung und -optimierung sowie für mehr Transparenz beim Verbrauch gegeben werden. Er bemühte den Altbundespräsidenten Roman Herzog, der kürzlich bei seinem Vortrag konstatierte, dass Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Energien die Problematik nicht lösen könne, aber mit Sicherheit zu deren Lösung führen werde.